Tainted Nation – F.E.A.R.

“Who Is That Loser!?“

Artist: Tainted Nation

Herkunft: Großbritannien / Schweden

Album: F.E.A.R.

Spiellänge: 47:08 Minuten

Genre: Hard Rock

Release: 25.01.2013

Label: Massacre Records

Link: http://www.taintednation.co.uk

Bandmitglieder:

Gesang – Pete Newdeck
Gitarre – Ian Nash
Bassgitarre – Pontus Egberg
Schlagzeug – Mark Cross

Gastmusiker:
Gitarre und Backgroundgesang – Joel Peters

Tracklist:

  1. Dare You
  2. Loser
  3. You Still Hang Around
  4. Nothing Like You Seem
  5. Who‘s Watching You
  6. Your Only Friend
  7. Hell Is A Lie
  8. Don‘t Forget Where You Came From
  9. Never Promised You Anything (featuring Ted Poley)
  10. Haunted
  11. Don‘t Tell Me
  12. What Are You Waiting For

Tainted Nation - F.E.A.R.

Wer zum Henker ist Tainted Nation? Tainted Nation ist eine wild zusammengewürfelte Truppe aus Großbritannien und Schweden. Warum wild zusammengewürfelt? Das liegt daran, dass jeder der vierköpfigen Band einen sehenswerten Lebenslauf vorzuweisen hat. Sänger Pete Newdeck war Schlagzeuger für Ex-Iron Maiden-Sänger Paul Dianno, Grim Reaper, Steve Grimmett und zuletzt saß er bei Eden’s Curse hinter den Trommeln; Schlagzeuger Mark Cross war bei den Bands Metalium, Helloween, Firewind und Outloud zwischenzeitlich für das Schlagzeug verantwortlich; am Bass spielte man zuvor bei The Poodles und Gitarrist Ian Nash holte man sich von Lionheart. Mit solchen Lebensläufen ist zu erwarten, dass das aktuelle Release F.E.A.R. ein mindestens gutes, wenn nicht sogar sehr gutes Album geworden ist.

Mit Dare You startet die siebenundvierzig Minuten starke Debütplatte mit einem recht abwechslungsreichen Rock-Song, der aufgrund der genialen Rhythmuswechsel hervorsticht. Ebenso ist hier klar zu erkennen, dass Sänger Pete Newdeck nicht unbedingt hinters Schlagzeug gehört, denn auch die eher hohen Gesangspassagen passen hier wie die Faust auf’s Auge.

Der Coversong Loser klingt fast exakt so wie die Original-Veröffentlichung der Band Lambretta (2002), die den Song unter dem Titel Bimbo – mit entsprechend anderen Textpassagen – veröffentlichte.

Ab You Still Hang Around mischt sich in den ruhigen Passagen ein Volbeat-ähnlicher Stil in die extrem rockige Platte, der zum Glück nicht zu sehr abgekupfert klingt. Doch fängt das Album ab hier leider auch an ein wenig an vor Eintönigkeit zu schwächeln. Die Riffs klingen alle ein wenig ähnlich und wer die ersten fünf Songs gehört hat, weiß eigentlich bereits wie es weitergehen wird. Das „Standard-0815“ Rockalbum würde jetzt eine Ballade einbauen, um von der Eintönigkeit abzulenken, worauf die fünf Musiker allerdings verzichteten.

Fazit: Tainted Nation produzierten mit F.E.A.R. ein rockiges, robustes und echt hörenswertes Album. Doch hat die Band das Problem, womit die meisten Hard Rock-Bands zu kämpfen haben – es fehlt zumeist an Facetten. Doch will man denn wirklich Abwechslungsreichtum, wenn die Platte auch so schon genug fetzt? Also ich würde sagen „Ja!“. Aber das ist mit Sicherheit Geschmackssache. Für einen echten Hard Rock-Fan ist F.E.A.R. auf jeden Fall hörenswert und ich kann mir vorstellen, dass die Songs auf der Bühne sehr gut funktionieren können. Anspieltipps: Dare You, Loser und Whos Watching You
Kai R.
8.5
8.5
Podcast
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