The Absence – Coffinized

Und wieder erklingen die Melodien im subtropischen Umfeld

Artist: The Absence

Herkunft: USA

Album: Coffinized

Spiellänge: 49:57 Minuten

Genre: Melodischer Death Metal

Release: 25.06.2021

Label: M-Theory Audio

Link: https://theabsenceofficial.bandcamp.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Jamie Stewart
Gitarre – Taylor Nordberg
Bassgitarre –  Mike Leon
Schlagzeug – Jeramie Kling

Tracklist:

  1. Coffinized
  2. Future Terminal
  3. Choirs Of Sickness
  4. Radiant Devastation
  5. Cathredal Dawn
  6. Black Providence
  7. Discordia
  8. Treacherous
  9. The Consuming Nocturne
  10. Aperture Expands
  11. Faith In Uncreation

Die vier Genossen von The Absence aus dem sonnigen Florida sind zurück und beglücken uns mit ihrem fünften Album. Im Jahre 2002 legt man los, die Metalwelt zu erobern. Ob dies geklappt hat oder nicht, kann ich nicht beurteilen. In den Reihen haben sie aber fähige Musiker. Mike Leon z.B. spielt bei Soufly und war live für Cavalera Conspiracy, Havok und Arsis tätig. Gitarrist Taylor Nordberg und Drummer Jeramie Kling haben mit Rogga Johansson das geile Projekt Eye Of Purgatory am Laufen und sind ansonsten noch bei Inhuman Condition und Ribspreader dabei.
Dann wollen wir mal abchecken, was die Burschen hier so fabrizieren.

Nach einigen Windzügen und einer Amon Amarth-Gedächtnismelodie legen die Amis bei Coffinized im Uptempo aggressiv los. Danach folgt dann der Wechsel zur Melodie. Die Screams sind sehr aggressiv und passen hervorragend. Im groovigen Midtempo geht es weiter. Hier wird ein Solo mit angeboten und dann groovt man ordentlich unter der Sonne Kaliforniens. Ein langsamer und melodischer Part folgt. Darauf folgt wieder der Uptempopart und so bleibt man unberechenbar und abwechslungsreich. Am Ende baut man noch einen melodischen Part auf. Sehr gut gemacht. Erinnerungen an Göteborg werden wach.

Future Terminal legt auch schnell und melodisch los, nimmt dann das Tempo ganz raus, wird so sehr aggressiv, um dann wieder Gummi zu geben und die Geschichte im Ganzen zu wiederholen. Ein melodisches Riff erfolgt und der Sänger screamt sich die Seele aus dem Leib. Einige Vorspieler, ein markantes Riff und ab ins erhöhte Midtempo. Gute Wechsel. Ein Solo wird aus der Tasche geholt, danach wird wieder attackiert und wieder dieser aggressive, langsame Part herausgeholt. Sehr gut. Der Part mit dem geilen melodischen Riff erfolgt und bleibt sofort hängen. Die Doublebass wird hinzugefügt und so klingt der Part melodisch und druckvoll. Das Tempo wird vom Drumming noch einmal kurz erhöht und dann ist Feierabend.

Choirs Of Sickness klingt auch wie die alten Schweden, als die alle noch richtigen, melodischen Death Metal gemacht haben. In Flames, Gates Of Ishtar oder Dark Tranquility. Zumindest wenn die schnelle Uftata läuft, bin ich schwer begeistert. So mag ich es. Die Melodie, die dann gezaubert wird, ist auch sehr geil und man merkt, dass die Burschen ihr Handwerk verstehen und vor allem ihre Instrumente beherrschen. Wenn sie anfangen, ein wenig melodisch zu grooven, klingen sie ein wenig von At The Gates beeinflusst. Aber der Cleanpart beweist, dass die Burschen sehr viele Ideen haben. Der geänderte Gesang kommt auch geil, unbedingt anchecken. Geiler Song.

Richtig melodisch werden die Burschen dann bei Radiant Devastation. Hier groovt man mehr im Midtempo herum, erhöht hier und da mal das Tempo, bleibt aber eigentlich bei der Ursprungsidee. Der Song lebt aber von den langsam vorgetragenen Melodien, die sofort hängen bleiben. Nach drei Minuten wird das Tempo erhöht und eine flüsternde Stimme erklingt. Ein geiles Solo erklingt. Ja, die Burschen wissen, was sie wollen und vor allem wissen sie, wie es geht. Alle Instrumente sind gleichberechtigt und harmonieren.

Verträumt und bedrohlich zugleich, so sind die ersten Töne von Black Providence zu hören, bevor dann ein Growler einsetzt und die Maschine langsam anfängt zu laufen. Hier geht man sehr groovig aber trotzdem aggressiv zu Werke. Natürlich wird es auch hier melodisch. Der Groove steht aber im Vordergrund. Das Tempo wird dann ganz herausgenommen, der Sänger legt mehr oder weniger ein Solo hin und der Song wird wieder aufgebaut. Die Melodie wird als Solo vorgetragen und so arbeitet man sich weiter voran. Irgendwie verliert man hier aber ein wenig an Energie.

Und so geht der Spaß immer weiter und weiter – und wenn ich Spaß sage, meine ich es auch, denn das Album verbreitet bei mir so richtig gute Laune, kann ich nicht anders sagen. Zu dem klassischen Death Metal und dem Melodeath gesellen sich immer wieder Ausflüge in den Thrash Metal Sektor und das passt sehr gut. Gute Ideen und ein gekonntes Songwriting machen dieses Album zu einem echten Hörereignis. Da gibt es wirklich kaum etwas zu meckern. Selbst der harmonische Gesang bei Songs wie Radiant Devastation, Future Terminal oder Faith In Uncreation kommt sehr geil rüber. Nennenswerte Aussetzer gibt es eigentlich nicht, sodass man von einem echt guten Melodeath-Album sprechen muss. Aus Tampa kommt eben nicht nur guter Old School Death Metal.

The Absence – Coffinized
Fazit
The Absence aus Tampa, Florida beweisen erneut, dass der Melodeath immer noch neue Geschichten zu erzählen hat. Gekonnte Songstrukturen, old schooliger Death Metal, Tempowechsel, thrashige Elemente, geile Vocals und geile Melodien machen dieses Album zu einem echten Hörerlebnis.

Anspieltipps: Coffinized und Choirs Of Sickness
Michael E.
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