“Drehen sich permanent im Kreis!“

Artist: The Offering

Herkunft: Boston, USA

Album: The Offering

Spiellänge: 25:48 Minuten

Genre: Heavy Metal, Thrash Metal, Modern Metal

Release: 10.11.2017

Label: Century Media Records

Link: https://www.facebook.com/pg/theofferingmusic/about/?ref=page_internal

Bandmitglieder:

Gesang – Alexander Richichi
Gitarre – Daniel Martinez
Gitarre – Nishad George
Bassgitarre – Yoav Ruiz-Feingold
Schlagzeug – Steve Finn

Tracklist:

  1. Rat King
  2. Tales Of Hell
  3. The Well
  4. Witch Pit
  5. The Offering

Gegründet vor gut drei Jahren schickten die fünf Amerikaner im letzten November ihre ersten fünf Stücke in Welt, um erstmals auf offene Ohren zu stoßen. Direkt in der Century Media Familie verankert, darf man umso mehr gespannt sein, was die Männer da zusammengespielt haben. Für alle, die in die EP The Offering der gleichnamigen Band noch nicht hereingehört haben, hier ein direkter Einblick in die Kunst.

Der Opener Rat King beginnt gewaltig. Die wüsten Attacken könnten von Thrash oder gar Death Metal Gruppen stammen. Sänger Alexander Richichi zieht jedoch das Schiff The Offering schnell in Heavy Metal Fahrwasser mit einem kernigen Sound à la Nevermore, der bis hin zu Judas Priest führt. Eine nicht gerade typische Mixtur, diese schwere Kost, auf die der Magen erst einmal klarkommen muss. Immer auf den Vollgas Modus aus, lassen es die Jungs aus Boston krachen. Power und ein rasantes Songwriting kann man nicht absprechen. Wichtigster Punkt bleibt, dass die Genres gut verpackt werden konnten und nicht wie Fremdkörper einander aufheben. Dazu trägt der moderne Anstrich maßgeblich bei. Gleichermaßen spannend interpretiert Tales Of Hell, der den Propeller anschmeißt. Nach mehreren Durchläufen der 25 Minuten starken EP bekommt man immer mehr Zugriff auf The Offering, die anfangs noch eigenwillig klingen und mehr und mehr ihre schönen Facetten durchblitzen lassen. Immer wieder dieser Alexander Richichi, den man als Sänger noch nicht auf der Kette hatte und einen starken Job mit flexiblen Gesangsfarben auf den Silberling legt. Stärkste Hymne dürfte in den meisten Augen The Well darstellen. Ein bleibender Refrain, schöne Headbangpassagen und ein einheitliches Bild von Anfang bis zum Ende, gespickt mit kleinen Höhepunkten wie hardcorelastigen Breaks. In unter einer halben Stunde so viele Komponenten zu vereinen kann man bereits beklatschen trotzdem bleibt bei The Offering nicht zu verdrängen, dass weniger manchmal mehr ist. Teilweise überladen bekommt der Hörer ein Brett ins Gesicht, was nicht leicht zu verpacken nur selten die Synapsen der Denkzentrale erreicht.

The Offering - The Offering
Fazit: Bei The Offering muss der Hörer ebenso flexibel wie die Künstler sein, ansonsten kommt der Hörspaß wohl deutlich zu kurz. Für Querdenker, experimentelle Heavy Metal Liebhaber oder für Metalheads, die einfach mal frischen Wind brauchen, kann man eine Hörempfehlung aussprechen. Für Old School Heavy Metal oder Thrash Fans dürfte der Spaß, deutlich zu modern veredelt, nicht zwingend den Geschmack treffen.

Anspieltipps: Rat King und The Well
Rene W.7.2
7.2Gesamtwertung
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