Trick Or Treat – The Legend Of The XII Saints

Melodischer Powermetal aus Italien

Artist: Trick Or Treat

Herkunft: Modena, Italien

Album: The Legend Of The XII Saints

Spiellänge: 65:54 Minuten

Genre: Power Metal

Release: 24.04.2020

Label: Scarlet Records

Links: http://www.trickortreatband.com/
https://de-de.facebook.com/trickortreatband/

Bandmitglieder:

Gesang – Alessandro Conti
Gitarre – Luca Venturelli
Gitarre – Guido Benedetti
Bassgitarre – Leone Villani Conti
Schlagzeug – Luca Setti

Tracklist:

  1. Ave Athena (Intro)
  2. Aries: Stardust Revolution
  3. Taurus: Great Horn
  4. Gemini: Another Dimension
  5. Cancer: Underworld Wave
  6. Leo: Lightning Plasma
  7. Virgo: Tenbu Horin
  8. Libra: One Hundred Dragons Force
  9. Scorpio: Scarlet Needle
  10. Sagittarius: Golden Arrow
  11. Capricorn: Excalibur
  12. Aquarius: Diamond Dust
  13. Pisces: Bloody Rose
  14. Last Hour (The Redemption)

Seit 2002 existieren Trick Or Treat, was ja nichts weiter bedeutet als „Süßes oder Saures“, welches ein Song von Helloween aus den 80ern ist. Darauf beruht auch die ganze Band. Eigentlich agierte man als Helloween Coverband und brachte eine Helloween Tribute Scheibe 2003 auf den Markt. Italien und Power Metal? Da fällt einem doch sofort Rhapsody inkl. seiner verschiedenen Ableger ein. Der Sänger Alessandro Conti war zwischenzeitlich auch bei Luca Turilli’s Rhapsody aktiv. Aktuell hört man Conti auch bei Twilight Force, einer schwedischen Formation aus der Sabaton Stadt Falun, welche – völlig überraschend – ebenfalls die Welt mit Power Metal beglücken.

The Legend Of The XII Saints ist ein Konzeptwerk, welches auf Masama Kurumada’s Anime-Serie Saint Seiya zurückgreift. Es wurden zwölf Tracks den zwölf Sternzeichen Zodiacs sowie den entsprechenden Monaten zugeordnet. Warum sind es nun 14 Tracks auf der Scheibe? Italienischer Powermetal, erst recht ein Konzeptalbum, muss ja noch ein Intro und ein Outro bekommen. Sternzeichen, griechische Götter und das von einer italienischen Powermetalband. Das klingt ja schon vor dem ersten Ton extrem kitschig. Das Intro gibt die Marschrichtung gleich vor. Bombastischer Sound dröhnt einem entgegen. Aries: Stardust Revolution liefert eigentlich genau das, was zu erwarten war. Irgendwo zwischen Rhapsody, Labyrinth und Co. gibt es runden, melodischen Powermetal mit den üblichen Beats, die man aus Italien zu dem Thema kennt. Alles schön rund, aber alles schon 1000-mal gehört. Taurus: Great Horn kommt dann überraschend anders aus den Boxen. Das übliche Happiness Feeling mit runden Chants wird etwas kantiger und metallischer. Das klingt schon eher nach Teutonen Metal à la Helloween und Co. Gemini: Another Dimension beendet das Experiment mit dem teutonischen Musikansatz und es geht mit den üblichen Powerbeats wieder in die Richtung der bekannten Trademarks der italienischen Bands aus diesem Genre. Cancer: Underworld Wave und Leo: Lightning Plasma machen genau in der gleichen Richtung weiter. Virgo: Tenbu Horin sorgt dann mal wieder für eine kleine Abwechslung, das Tempo wird etwas heruntergenommen und nur zum Refrain gibt es den vorherrschenden Sound. Libra: One Hundred Dragons Force sagt vom Titel ja schon fast aus, in welche Richtung es geht. Schneller Powermetal, aber nicht so schnell wie Dragonforce, ansonsten mit dem allgemein bekannten bombastischen Sound aus Italien. Mit Scorpio: Scarlet Needle geht es im üblichen Rhythmus weiter. Hatten wir schon eine Powermetal Ballade? Die gibt es mit Sagittarius: Golden Arrow. Ab dem mittleren Teil nimmt die Nummer Speed auf und gehört zu den interessanteren Tracks auf der Scheibe. Capricorn: Excalibur und Aquarius: Diamond Dust führen uns aber sofort wieder auf den Happiness und Bombastsound Weg zurück. Pisces: Bloody Rose ist der Rausschmeißer, das Tempo wird heruntergenommen und dafür gibt es ein wenig Synthi Sounds dazu. Ganz nett und rund, aber auch nicht mehr. Es folgen ca. drei Minuten Outro mit akustischer Gitarre und Gesang.

Trick Or Treat – The Legend Of The XII Saints
Fazit
Wer in Richtung italienischen Powermetal tendiert, sollte mal ein Ohr riskieren. Insgesamt sind viele Tracks auf dem Langeisen zu ähnlich und es fehlt ein wenig der Aha-Effekt. So läuft die Scheibe nebenbei, ohne zu stören oder zu begeistern. Alles recht rund und glatt, aber alles auch oft genug so oder so ähnlich gehört.

Anspieltipps: Taurus: Great Horn, Virgo: Tenbu Horin und Scorpio: Scarlet Needle
Jürgen F.
5.5
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