Artist: Consumption
Herkunft: Schweden
Album: Recursive Definitions Of Suppuration
Spiellänge: 28:44 Minuten
Genre: Death Metal, Grindcore
Release: 13.08.2021
Label: Petrichor
Link: https://www.facebook.com/Consumption-103380851501810
Bandmitglieder:
Gesang, Gitarre und Bassgitarre – Håkan Stuvemark
Schlagzeug – Jon Skäre
Tracklist:
- Fermented Tissue
- Infectus Exteriorisation
- Suppuration
- Rigor Mortis
- Consumption
- Splenium Corporis Callosi
- Fragmentum
- Ictus Cordis
Hinter diesem Projekt steckt der Multiinstrumentalist Håkan Stuvemark, der für seine Arbeit mit einer ganzen Reihe von Extreme Metal Bands bekannt ist (u. a. Wombbath). Er hat den erfahrenen Schlagzeuger Jon Skäre (u. a. Reek) eingeladen, um seine Band auf ein neues Niveau zu bringen. Es handelt sich hier um das Debüt der beiden, welches schon letztes Jahr im September erschienen ist. Petrichor hat sich aber anscheinend gedacht, dass es von diesem Album auch eine LP geben muss. Gute Idee.
Ja, jede Band hat irgendwo ihre Helden im Programm und schon nach einigen Sekunden von Fermented Tissue wird klar, welche Helden es bei Consumption sind. Carcass repariert, Carcass räumt auf. Sicherlich sind auch andere Death Metal Einflüsse zu hören, aber das Gitarrenriffing ist schon ganz klar zuzuordnen. Finde ich gut, denn so viele Huldigungbands gibt es denn auch wieder nicht. Die meisten sind mittlerweile im old schoolischen Bereich, sei es amerikanischer oder schwedischer Natur unterwegs. Ist natürlich auch geil, aber mal Carcass zu würdigen, die es echt verdient haben, ist eine schöne Sache. Warum es nicht so viele Bands machen, ist auch klar, denn so einfach ist es nicht.
Auch bei Infectus Exteriorisation hört man die Einflüsse heraus und diese werden mit sonstigen Death Metal Einflüssen kombiniert. Die Melodie, die vorgetragen wird, trägt den Song und wird in den Refrain mit eingebaut. Kommt stark. Was mir leider fehlt, ist der richtig gallige Screamgesang. Es wird zwar normal gegrowlt und auch gescreamt, aber dieses kommt leider nicht so aggressiv herüber wie bei den Briten. Allerdings entfernt man sich somit auch ein wenig davon, eine reine Kopie zu sein. Aber diese galligen Screams hätte ich mir schon gewünscht.
Suppuration baut auf gorigen Groove, Tempowechsel und eben diese typische Gitarrenarbeit. Schönes Gemetzel. Kommt eher drückend um die Ecke, setzt sich aber in den Gehörgängen fest.
Rigor Mortis – ein Songtitel, der verpflichtet, hehe. Und Consumption liefern. Mit einer sicken Melodie zu Beginn wird der Song aufgebaut und dann kämpft man sich schön mit einem Uptempopart durch das Gemetzel. Immer wieder wird das Tempo herausgenommen, um diese melodischen Gitarrenelemente hervorzuheben. Die kommen sehr geil rüber und ehe man sich versieht, ist der Song zu Ende. Lecker, lecker.
Die totale Vernichtung gibt es dann bei dem Titelgeber des Albums. Consumption ballert alles kurz und klein, was bei drei nicht auf den Bäumen ist. Zumindest zu Beginn. Dann wird das Tempo wieder herausgenommen und ein sicker, langsamer Part aus der Schublade geholt. Man hört ein lang gezogenes Consumption. Danach wird wieder geknüppelt und der langsame Part erfolgt erneut und wird fachmännisch zerlegt und ausgebaut. Eine sicke Melodie läuft über den Rhythmuspart und es wird dabei geil gegrowlt. Passt.
Das geil verspielte Solo bei Splenium Corporis Callosi ist auch ein Beweis dafür, wie sehr die beiden Protagonisten die Band Carcass mögen. Je länger das Album läuft, umso geiler passen die beiden Stimmen auch zusammen.
Håkan habe ich ja schon ganz oft mit dem guten alten Rogga gehört, aber hier beweist er erneut, dass auch er ein reiner Lunatic ist. Das Album macht absolut Laune, man hört die Einflüsse heraus, kommt aber natürlich an die Briten nicht heran.




