Abendland – Tod von Oben

“Sinfonie des Untergrunds!“

Artist: Abendland

Album: Tod Von Oben

Spiellänge: 21:66 Minuten

Genre: Melodic Black Metal

Release: 09.07.2011

Label: selbst produziert

Link: http://abendland.weebly.com/index.html

Kling wie: Svalur, Graver

Bandmitglieder:

Odium
Ashaqlun
Anfalas

Trackliste:

  1. I
  2. II
  3. III
  4. IV
  5. V
  6. VI

Abendland ist eine junge Black Metal Band aus Neustrelitz. Nach ihrem Debüt präsentieren sie jetzt ihr neues Album Tod Von Oben. Viele Fans dürften das Trio von einigen Auftritten unter anderem im Blackland in Berlin kennen. Aber auch viele andere Konzerte haben sie schon absolviert und sind somit keine Unbekannten. Das neue Werk ist für das Genres typisch und so ist das Cover auch nicht sonderlich auffällig. Schwarz und Weiss sind die Grundfarben, die ein Gesicht zeigen. Dementsprechend ist auch die Musik düster und finster.

Der erste Song I beginnt schon sehr unruhig. Eingangs sind Soundeffekte in Form von Schussgeräuschen zu hören, die durch dunkle Gitarren begleitet werden. Das Tempo wechselt schon anfangs zu schnellen und langsamen Passagen. Der dunkle Scream ertönt im Hintergrund. Ein melodischer und ruhiger Abschnitt , in welchem der Gesang einsetzt, folgt. Das Tempo wird wieder angehoben und durch Breaks aufgelockert. Die musikalische Seite steht definitiv im Vordergrund und wird am Ende durch das Einsetzen einer Geige untermalt. Auch erklingen die Soundeffekte zwischendrin erneut bevor es rasant weiter geht. Abwechslung wird also schon zu Beginn geboten.

Der nächste Titel II ist ein kurzes Intermezzo, welches aber genauso ruhig anfängt. Auch hier ist die Geige zu hören, die eine traurige Melodie spielt. Dieses Stück steht ganz im Zeichen dieses Instrumentes und ruft eine melancholische Stimmung hervor. III wird dann wieder kraftvoller und in hohem Tempo gespielt. Der rauchige Gesang setzt wieder ein und ist in deutscher Sprache gehalten. Das gesamte Arrangement klingt melodisch, bevor es erneut durch einen Tempowechsel an Fahrt gewinnt. Dennoch bleibt der finstere Grundtakt bestehen und das „Lachen“ des Sängers verstärkt die hervorgerufenen Intension.

Der dritte Song widmet sich wieder ganz dem Streichinstrument. So zeig sich auf dem Album zwischen Up-Tempo-Nummern auch die ruhige Seite der Band.

Der letzte Track ist auch der längste der Scheibe. Ruhige Riffs und eine eingängige Grundmelodie bilden das Fundament. Ein stetiger Spannungsbogen ist greifbar, der durch die Wechsel herbeigeführt wird. Der klare Gesang zeigt die Thematik der Band auf. Sehr dunkel und depressiv sind die Lyrics gehalten und erzählen von Tod und Finsternis. Dieser Song kommt einer Anbetung gleich, weil Satan angerufen wird, sich zu erheben. Die powervollen Riffs sinken zeitweise in sanfte Klänge ab, bevor sie erneut mit voller Inbrunst aufspielen.

Fazit: Abendland präsentieren düsteren Black Metal in sehr melodischer Form. So ist die eingesetzte Geige ein sehr gut gewähltes Instrument, welches die Stimmungen variieren kann. Ebenso ist der Wechsel zwischen schnellen, intensiven Songs zu ruhigen instrumentalen Stücken gut gelungen. Black Metal in ureigenster Form, der nicht von neumodischen Klängen durchzogen ist, hat die Band zu bieten. Auch die angenehme Stimmfarbe des Sängers passt sehr gut ins gesamte Werk hinein. Ein kurzes, aber prägnantes Hörerlebnis wurde mit diesem Album geschaffen. Anspieltipps II, VI
Nadine S.
8.5
8.5
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