Butcher Babies – Goliath

“Aus dem nichts ins Rampenlicht!“

Artist: Butcher Babies

Herkunft: Los Angeles, USA

Album: Goliath

Spiellänge: 42:19 Minuten

Genre: Metal, Modern Metal, Hardcore, Metalcore

Release: 17.02.2014

Label: Century Media Records

Link: http://ButcherBabiesOfficial.com/

Klingt wie: Huntress, Cripper und Nervosa

Bandmitglieder:

Gesang – Carla Harvey
Gesang – Heidi Shepherd
Gitarre – Henry Flury
Bass – Jason Klein
Schlagzeug – Chris Warner

Tracklist:

  1. I Smell A Massacre
  2. Magnolia Blvd
  3. C8H18 (Gasoline)
  4. Grim Sleeper
  5. Goliath
  6. In Denial
  7. Give Me Reason
  8. The Mirror Never Lies
  9. DeadPoet
  10. The Deathsurround
  11. Axe Wound

Butcher Babies - Goliath

Nach ihrer ersten EP, die den gleichen Namen wie ihre Formation Butcher Babies trägt, hat sich die amerikanische Band mit ihren zwei Frontfrauen Carla Harvey und Heidi Shepherd gleich in die Hände von Century Media Records gespielt. Ein scharfes Outfit, viel blanke Haut, verpackt in einem blutverschmierten, wilden Look sprechen für sich. Gleiches gilt für den extrem modernen Einschlag der Gruppe, die alles Neue in sich vereint, was gewaltig ballert und mächtig ins Ohr geht.

Das Goliath wirklich der erste Longplayer ist, kann man kaum glauben. Sehr routiniert steigen die beiden Damen mit ihren drei Männern in den Ring. Aggressiv gehaltene Breaks offenbaren schnell höllische Beats, die in den verschiedensten Gesangsfarben von Carla und Heidi bei der Stange gehalten werden. Neben modernen Metal Klänge strickt sich die Kunst der Truppe in corelastige Regionen, die Metalcore-Fans gleichermaßen wie Hardcore-Anhänger ansprechen dürften. In einem gewaltigen Orkan wird Magnolia Blvd angestimmt, der sich zu einem waren Nackenbrecher aufbäumt, ohne einen Hauch von Mitleid, alles zerstört, was sich ihm in den Weg stellt. Platz für weichgespülte Passagen haben Butcher Babies in ihrem ersten Output Goliath nicht. Immer, wenn sich eingängigere Melodien einpendeln wollen, prescht eine der beiden Frauen aus der Masse heraus. Stampfende, stets melodische, Rhythmen arbeiten sich angenehm in den Kopf, Henry Flury macht an der Gitarre einen genau so starken Eindruck wie Chris Warner hinter seiner Schießbude. Für den speziellen Kick sorgt Jason Klein, der sich auf unscheinbare Headbang-Parts legt, ohne übers Ziel hinaus zu schießen. Die verschiedensten Gesangsfarben machen bei Butcher Babies den Unterschied. Liebliche Gesänge, die wirklich eine Ausnahme sind, über kreischende Duelle bis hin zu growlende Wortgefechte: alles ist auf Goliath zu finden und wird gekonnt vereint.

Fazit: Da dürfen sich die Mitarbeiter von Century Media Records gegenseitig auf die Schulter klopfen. Mit den Butcher Babies haben sie wohl den Newcomer des Jahres im Sektor Metalcore für sich gesichert, der nicht nur einen eigen Stiefel spielt, sondern perfekt den Nerv der Zeit trifft. Brutalität und Kunst können wie Butcher Babies auf Goliath beweisen sehr eng beieinander liegen. Klare Kaufempfehlung für allen Jünger dieser frischen Klänge!

Anspieltipps: Magnolia Blvd , C8H18 (Gasoline) und DeadPoet
Rene W.
9.5
9.5
Podcast
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