Nightcrawler

“Je mehr Blut, desto mehr Kohle – Wie weit würdest du gehen?“

Filmtitel: Nightcrawler

Sprachen: Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1, Englisch DTS-HD Master Audio 5.1

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte (ausblendbar)

Laufzeit: 117 Minuten

Genre: Thriller, Kriminalfilm

Release:  26.03.2015

Regie: Dan Gilroy (Das Bourne Vermächtnis – Drehbuch)

Produktion: Concorde Video

Link: http://nightcrawler-film.de/

Schauspieler:
Louis Bloom – Jake Gyllenhaal
Nina Romina – Rene Russo
Rock Carey – Riz Ahmed
Joe Loder – Bill Paxton
Linda – Ann Cusack
Frank Kruse – Kevin Rahm
Jackie – Kathleen York
Kameramann – Eric Lange

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Habt ihr euch auch schon mal gefragt, wie die Redakteure im Fernsehen immer als erstes am Ort des Geschehens sein können? In den USA noch mehr als bei uns ist der Job des „rasensenden Reporters“ – eines sogenannten Nightcrawlers bekannt.

Als der Kleinkriminelle Louis Bloom (Jake Gyllenhaal) bei einem Autounfall auf einen Kameramann trifft, reißt ihn der Job des Nightcrawlers mit und so versucht er mit allen Mitteln irgendwie beim eher weniger erfolgreichen LA-Nachrichtensender KWLA Fuß zu fassen. Als man Bloom dort jedoch nicht einstellen mag, besorgt er sich eine Kamera und ein Funkgerät, um selbst auf die Tour zu gehen.

So ziehen Bloom und sein spontan dazu gewonnener Praktikant Rick um die Häuser – natürlich auf der Suche nach dem Verbrechen, was sich möglichst nah mitfilmen lässt. Mit  skrupellosen Team wird der Zuschauer nun selbst ein wenig zum Schaulustigen, um ein wenig selbst ins Grübeln zu kommen. Denn selbst bei Mord, Überfällen und Unfällen machen die zwei keinen Halt, um möglichst viel Geld beim Nachrichtensender dafür zu erhalten.

Schauspieltechnisch ist klar zu merken, dass die Hauptrolle des Nightcrawlers mit Jake Gyllenhaal wunderbar besetzt wurde. Er schafft es, den Louis Bloom so gut rüberzubringen, dass man ihm die herrlich psychopatisch angehauchte Antihelden-Rolle in jeder Sekunde des Films abkaufen mag.

Fazit: Nightcrawler ist wieder so ein Film, der etwas abgreift, wo bisher noch nicht viele Filme angesiedelt waren. Selten habe ich einen Film gesehen, der es schafft, Faszination und Ablehnung so eng nebeneinander laufen zu lassen. Ob es die perfide Beziehung zwischen Rick und Bloom ist oder, dass man sprichwörtlich über Leichen geht - es handelt sich leider um ein echtes Spiegelbild unserer Gesellschaft und so kommt jeder, der wenigstens ein wenig Grips hat, nicht daran vorbei, nach dem Film ein wenig über das Geschehene zu grübeln. Ich für meinen Teil fand die Mischung genau richtig – mehr solche Filme bitte!
Kai R.
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