Scarecrow N.W.A. – Transgression

„Österreich mit verborgenen Talenten!“

Artist: Scarecrow N.W.A.

Herkunft: Graz, Österreich

Album: Transgression

Spiellänge: 60:43 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 28.09.2013

Label: Noisehead Records

Link:http://www.scarecrow.at/

 

Bandmitglieder:

Gesang – Bernd Krumböck
Gitarre und Backgroundgesang – Alexander Dunkl
Gitarre – Gsputi
Bassgitarre – Ohlsen
Schlagzeug – Stef

Tracklist:

  1. MMXII
  2. Transgression
  3. Self-Enslavement
  4. Technology Of Death
  5. Backstab Romance
  6. Resurrection
  7. At Dead Of Night
  8. Feel The Silence
  9. Scarecrow’s Song

ScarecrowNWA-Transgression Cover

 

Dieses Mal steht österreichischer Death Metal auf dem Programm. Scarecrow N.W.A. ist nicht die erste Band aus dem südlichen Nachbarland, die mir auf die Ohren hämmert und muss sich mit Landsmännern wie Devastating Enemy messen. Etliche Wechsel im Line-Up der knapp 20 Jahre alten Band lassen mich ein wenig stutzen, jedoch geht es um das Jetzt und Hier. Das neueste Werk, Transgression, hat mit neun Songs und einer Stunde Spiellänge einiges zu bieten, doch ob sich das auch über die musikalische Leistung sagen lässt, will ich mir jetzt näher anhören.

Die Stimme von Frontmann Bern Krumböck erinnert mich sehr an das Organ von Hämatom-Sänger Nord, also eine rotz-rockige Röhre, die rau wie eine Stahlbürste durch das Gehör zieht. Düstere Riffs in allerlei Geschwindigkeit klingen ebenfalls vielversprechend, ebenso wie die technischen Feinheiten in diversen Soli begeistern. Drummer Stef weiß wohl auch, wie er zu spielen hat, egal in welchem Tempo.

Ein Song wie MMXXII ließe sich vielleicht auch in mehrere unterteilen, so sind über neun Minuten doch ein ordentliches Stück. Dennoch macht es Spaß dem Lied zu lauschen und man bekommt eindeutig Lust auf mehr. Härte und Eingängigkeit stimmen, Abwechslung fehlt nicht, und der Text macht auch Sinn. Ein guter Anfang!

Technology Of Death ist ähnlich überzeugend, wenn nicht sogar besser, als der Opener. Der drittkürzeste Song des Albums klingt sehr melodisch und bringt enorme Lust zum Headbangen mit sich. Vor allem der Refrain ist ein Brett, das dem Hörer direkt vor den Kopf geknallt wird, im positivem Sinne natürlich. Dazu noch ein super Solo, eingängige Riffs, ein verständlicher Text und schon hat man einen klasse Song.

Feel The Silence lässt dem Hörer nicht die Ruhe, die der Titel erwarten lässt. Nein, auch hier gibt es ein Brett auf den Schädel in Form von melodischem Todesblei. Ein höheres Tempo wird angeschlagen, jedoch mit gelegentlichen Pausen. Letztere sollen dann wohl die im Titel benannte Stille widerspiegeln. Auch dieses Stück lässt sich unmittelbar als Highlight hervorrufen, wenngleich dieser Selektionsprozess schwierig ist, das der ganze Silberling fetzt.

 

Fazit: Scarecrow N.W.A. Sind ein weit unterschätztes Talent aus Österreich, das viel zu wenig Beachtung bekommt. Melodic Death Metal vom Feinsten mit verschiedenen musikalischen Elementen aus den näheren Genres wie Death und Thrash Metal, sowie starken Soli, Tempiwechseln und rotzfrechem Gesang überzeugen. Ich empfehle daher definitiv eine Hörprobe und vor allem Hämatom-Fans sollten mit dieser Band auch voll auf ihre Kosten kommen können.
Lennart L.
8.5
8.5
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