Sevendust – Blood & Stone

Das 13. Album knüpft an den Spirit der Neunziger an

Artist: Sevendust

Herkunft: Atlanta, USA

Album: Blood & Stone

Spiellänge: 49:33 Minuten

Genre: Alternative Metal, Nu Metal

Release: 23.10.2020

Label: Warner/BMG

Link: https://sevendust.com/

Bandmitglieder:

Gitarre – Clint Loweny
Gesang – Lajon Witherspoon
Gitarre – John Conolly
Bass – Vincent „Vinnie“ Hornsby
Schlagzeug – Morgan Rose

Tracklist:

  1. Dying To Live
  2. Love
  3. Blood From A Stone
  4. Feel Like Going On
  5. What You‘ve Become
  6. Kill Me
  7. Nothing Left To See Here Anymore
  8. Desperation
  9. Criminal
  10. Against The World
  11. Alone
  12. Wish You Well
  13. The Day I Tried To Live (Soundgarden Cover)

Mit dem bereits 13. Album wollen sich Sevendust nochmals in Erinnerung rufen und benennen Blood & Stone als einen Meilenstein ihrer nun bereits 19-jährigen Karriere. Angekündigt mit: „Wir sind eine Gruppe von Menschen, die gegenseitigen Respekt und Liebe teilen. Wir sind zusammen aufgewachsen. Wenn wir zusammen Songs schreiben, ist es eine coole und magische Erfahrung. Wir betrachten immer unsere Fans als Familie. Hoffentlich hilft jedem von einzelnen Blood & Stone.“ Dann werde ich mal sehen, ob sich die coole und magische Erfahrung in den 13 Tracks wiederfindet.

Mit der Unterstützung von Produzent Michael „Elvis“ Baskette, der u.a. auch Alter Bridge und Trivium produziert, sollen die Songs die positive Energie des Vorgängers All I See Is War weitertransportieren. Als Vorgeschmack gab es dann ja auch bereits den Soundgarden Klassiker The Day I Tried To Live in einem Sevendust typischen Stil. Etwas düsterer als das Original, ist er mit einer der stärksten Songs. Darunter fällt auch der Opener Dying To Live, der mit fetten Drums und lauten Gitarren für Furore sorgt. Leicht groovig, etwas wütend und leicht angenervt geht es durch die drei Minuten. Das lässt sich doch schon mal gut an und hinterlässt ein gutes Gefühl. Auch Love und Blood From A Stone sind akzeptabel und zeigen die Band in einer guten Verfassung. Mit Feel Like Going Home kommt eine ruhigere Nummer, bei der Sänger Lajon Witherspoon seine enorme Bandbreite zur Geltung bringen kann.

Ab nun scheint es sich zu wiederholen. Das, was in den ersten vier Songs aufeinander aufbaute, beginnt sozusagen von vorn. Wenn auch der fünfte Song nicht ganz so fett ist wie der Opener, wird es wieder wesentlich kräftiger. Der Alternativ Metal oder die Nu Metal Einflüsse sind deutlich auszumachen und versetzen einen in die Neunziger zurück. Das muss grundsätzlich nicht schlecht sein und die angewendeten Hooklines wie z.B in What You’ve Become oder Desperation sprechen schon eine eindeutige Sprache. Aber es kommt nichts wesentlich Neues. da mangelt es an Innovation oder Experimentierfreudigkeit. Trotzdem bleiben sich Sevendust treu und bringen auch Songs wie Criminal oder Nothing Left To See Here Anymore, die mit ruhigeren und emotionalen Tönen punkten und nicht zu kitschig ausfallen. Diese ruhigeren Songs sind es dann, die sich aus den sonst sehr ähnlich strukturierten Tracks abheben. Nach einer gewissen Zeit vermisst man gerade bei den kräftigeren Tracks etwas Abwechslung. Das ergibt dann die Abstriche in der B-Note. Mit dem abschließenden Cover von Soundgardens The Day I Tried To Live wird dem verstorbenen Sänger Chris Cornell gedacht und der hätte mit dieser Version bestimmt kein Problem gehabt. Stark gemacht.

Sevendust – Blood & Stone
Fazit
Für Freunde von Sevendust ist es bestimmt ein Ereignis. Gleiches dürfte den Anhängern der Nu Metal oder Alternativ Metal Szene widerfahren, wenn sie nicht zu viel Neues erhoffen. Insgesamt bietet die Band eine durchwachsene Kost, wobei Sänger Witherspoon mit seiner gewaltigen Stimme einiges rausreißt. Am besten kommen die melancholischeren Töne zur Geltung, aber auch der eine oder andere interessante fetzigere Song kann gefallen. Insgesamt ein Album, bei dem der Griff zu einer anderen Scheibe, nach zwei/dreimal anhören, nicht schwerfällt.

Anspieltipps: Dying To Live, Feel Like Going On und The Day I Tried To Live
Kay L.
7
Leser Bewertung1 Bewertung
7.5
7
Punkte
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