Sonic Flower – Rides Again

Album mit bisher unveröffentlichtem Material der japanischen Instrumental Heavy Rocker

Artist: Sonic Flower

Herkunft: Tokyo, Japan

Album: Rides Again

Genre: Psychedelic Stoner, Heavy Rock, Instrumental Rock

Spiellänge: 27:56 Minuten

Release: 29.01.2021

Label: Heavy Psych Sounds

Link: https://www.heavypsychsounds.com/bands/sonic-flower.htm

Bandmitglieder:

Bass – Tatsu Mikami
Gitarre – Takenori Hoshi
Gitarre – Arisa
Schlagzeug – Keisuke Fukawa

Tracklist:

  1. Super Witch
  2. Black Sheep
  3. Jungle Cruise
  4. Captain Frost
  5. Stay Away (The Meters)
  6. Quicksand Planet
  7. Earthquake (Graham Central Station)

Nun zum Release des bisher unveröffentlichten zweiten Albums der japanischen Instrumental Heavy Rocker Sonic Flower. Zu meinem Review des Re-Release des selbst betitelten Debütalbums kommt ihr hier.

Sonic Flower war/ist ein Sideprojekt von Tatsu Mikami, dem Mastermind von Japans Doom Metallern schlechthin: Church Of Misery. Der hatte sich im Jahre 2001 mit dem damaligen Church Of Misery Gitarristen Takenori Hoshi zusammengetan, um auch einmal keinen Doom zu spielen. Gitarristin Arisa und Schlagzeuger Keisuke Fukawa komplettierten die Band. 2003 erschien das selbst betitelte Debütalbum.

Die Geschichte ging dann so weiter: 2005 gingen Sonic Flower für neue Aufnahmen ins Studio. Zu dieser Zeit hatte die Band einige Probleme, Gitarristin Arisa war schwanger, Gitarrist Takenori Hoshi hat gerade Church Of Misery verlassen – weil er einen Vollzeitjob gewählt hatte. Nach der Aufnahme verließ er die Band. Diese Aufnahmen waren also lange Jahre im Tresorraum und da schlummerten die unveröffentlichten Studiomaterialien bis heute.

Zur Überraschung aller beschloss Tatsu die Band Sonic Flower 2019 zu reformieren bzw. neu zu gründen, denn die restlichen Bandmitglieder von damals sind nicht mehr dabei. Mit Spannung wird nun das neue Album erwartet, welches wohl schon in Arbeit ist und dieses Jahr erscheinen soll.

Aus diesem Grund gibt sich Heavy Psych Sounds die Ehre und veröffentlicht zum 29.01.2021 das bisher unveröffentlichte zweite Studioalbum der Japaner. Erscheinen wird es als CD und wie bei Heavy Psych Sounds üblich in verschiedenen Vinylvarianten. In diesem Fall sind dies black, Ultra limited Test Press (15 Stück), Limited half blue / half orange (150 Stück) und Limited transparent red (350 Stück).

Auf dem zweiten Album setzen die Japaner dort an, wo sie begonnen haben. Es wird also erneut von Sonic Flower ein absolut hochklassiger (Psychedelic) Heavy Rock geboten. Rein instrumental und blueslastig. Dieses Mal sogar ein wenig funkig. Kein Wunder, denn man hat ja auch zwei Cover von Funkbands (Meters und Graham Center Station) aus den Seventies auf der Platte. Manche Songs enthalten ein paar Voiceschnipsel, die wohl eine ausgelassene Stimmung bei den Aufnahmen darstellen sollen. Ob dem so war, weiß ich nicht, denn die Bedingungen, die letztlich dazu geführt haben, dass das Album erst jetzt erscheint, habe ich ja bereits oben beschrieben. Auf jeden Fall hat die damalige Situation sich nicht in den Aufnahmen bemerkbar gemacht. Dieses Mal sind es sieben Songs, die auf dem Album Platz gefunden haben. Neben fünf Eigenkompositionen die bereits oben erwähnten zwei Coversongs. Wenn man auf diese Art und Weise, wie das die Japaner hier tun, Songs covert, dann ist das schon äußerst genial. Die Songs (im Original mit Gesang) haben kaum noch etwas mit diesen Originalen zu tun.

Ansonsten gibt es hier natürlich wie beim Debütalbum das volle Brett. High Power authentisch und ungebremst. Da kann niemand ruhig sitzen bleiben. Also ist wieder angesagt: Eintauchen in eine wilde Mucke mit Seventies Feeling. (Psychedelischer) Heavy Rock mit Blues und Funk garniert. Bei den sieben äußerst starken Songs haut für mich besonders Jungle Cruise mit ein wenig funkigen Santana Touch (dies natürlich auf Speed) ins Ohr.

Sonic Flower – Rides Again
Fazit
Heavy Psych Sounds begeistert mich mit dieser Erstveröffentlichung des zweiten Albums von Sonic Flower erneut. Tatsu Mikami, der Mastermind der japanischen Doomlegende Church Of Misery (ja, die mit den Massenmördern auf ihren Albencovern) macht mit seinem Nebenprojekt Sonic Flower da weiter, wo er begonnen hatte. Erneut weit weg von dem triefenden genialen Doom, den er sonst mit seiner Hauptband Church Of Misery veranstaltet. Es gibt erneut  ekstatischen bluesigen Heavy Rock, dieses Mal auch ein wenig Funk. Und natürlich wieder rein instrumental. Leider hat das Album erneut nur eine kurze Laufzeit. Mit fast 28 Minuten ist es nur unerheblich länger als das Debüt.

Anspieltipps: Super Witch, Jungle Crise und Earthquake
Juergen S.
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