Tanzwut – Schreib es mit Blut

“Der Teufel reitet auf dem Dudelsack!“

Artist: Tanzwut

Herkunft: Berlin, Deutschland

Album: Schreib es mit Blut

Spiellänge: 55:22 Minuten

Genre: Mittelalter – Rock, Neue Deutsche Härte

Release: 08.07.2016

Label: AFM Records

Link: www.Tanzwut.com

Bandmitglieder:

Gesang, Dudelsack, Trumscheit – Teufel
Gitarre, Davul – René B.
Bassgitarre, Marktsackpfeife – Der Zwilling
Keyboard, elektronisches Schlagzeug – Oually
Schlagzeug – Shumon
Marktsackpfeife, Schalmei – Pyro
Marktsackpfeife, Schalmei ­ – Thyrmr
Marktsackpfeife, Schalmei – Bruder Schlaf

Tracklist:

1. Schreib Es Mit Blut
2. Steig Ein
3. Bruder Leichtsinn
4. Chaos
5. Reiter Ohne Kopf
6. Geteert Und Gefedert
7. Stille Wasser
8. Reicher Als Ein König
9. Hahnenkampf
10. Wenn Ich Tot Bin
11. An Den Klippen
12. Bleib Bei Mir
13. Wer Wir Sind
14. Neue Ufer
15. Stille Wasser feat. Liv Kristine (Bonus)

Tanzwut - Schreib Es Mit Blut

Teufel, da wird er wieder dem Mittelalter-Rock gerecht. Er reitet wie ein Derwisch stimmgewaltig auf dem Dudelsack-Teppich. Aber diesmal stehen die Dudelsäcke und Schalmeien im Konkurrenzkampf mit den elektrischen Gitarren. Das kommt rockiger rüber als zuvor. Gleich der Titelsong Schreib es mit Blut beginnt mit einer tiefen Stimme von Teufel, der fast schon an Lindemann erinnert, zeigt in diesem Fall eine Dominanz der Gitarre, die den Dudelsack nach hinten drängt. Das tut dem Album aber verdammt gut.

Es macht Spaß den 14 Songs zuzuhören und die Vorfreude auf Live Auftritte steigert sich. Auch Steig ein ist gitarrendominiert, und der Dudelsack übernimmt erst später eine tragende Rolle, setzt sich das so weiter durch? Mitnichten. In Bruder Leichtsinn kehrt sich das Bild um. Der Dudelsack übernimmt wieder seine tempobestimmende Rolle ein. Stimmlich werden wieder Erinnerungen an Rammstein wach, ohne aber abgekupfert zu wirken. Es passt einfach. In An Den Klippen lassen einen die getragenen Melodien an die sturmgepeitschte Küste Schottlands denken. So setzen sich unterschiedliche Richtungen quer durch das Album Nummer Zehn fort. Natürlich gibt es auch Mitgröhlnummern à la Wie Wir Sind, die live bestimmt super ankommen werden. Als Bonus-Schmankerl gibt es noch Stille Wasser, bei dem Liv Kristine als Gast fungiert, leichte Erinnerungen an Santiano kommen auf. Aber trotzdem schön.

Fazit: Eine gelungene Mischung aus Tanz, Rock und „Gute Laune“ Liedern. Es macht Spaß zuzuhören, und wer Tanzwut schon mal live gesehen hat, darf sich auf die neuen Songs im Set freuen. Sie werden gut ankommen, und es dürften einige Klassiker darunter sein, die sich auf Dauer durchsetzen. Auch nach mehrmaligem Anhören sind kaum Schwächen erkennbar, und es fällt mir schwer, einen Song als meinen Top Song auszuwählen. Müsste ich, dann wäre es wohl „Reiter ohne Kopf“. Lohnenswert.

Anspieltipps: Chaos, Reiter Ohne Kopf , Bruder Leichtsinn
Kay L.
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