Tour of the Dragonhead – Leaves‘ Eyes & Co-Headliner Mayan plus Special Guest Almanac am 25.04.2018 im Kubana, Siegburg

Tour of the Dragonhead – Leaves‘ Eyes & Co-Headliner Mayan plus Special Guest Almanac am 25.04.2018 im Kubana, Siegburg

Band: Leaves’ Eyes

Vorbands: Mayan, Almanac

Ort: Kubana Siegburg, Zeithstraße 100, 53721 Siegburg

Datum: 25.04.2018

Kosten: 20,00 Euro zzgl. VVK Gebühr, 25 Euro AK

Genre: Symphonic Metal, Symphonic Death Metal, Symphonic Viking Metal

Besucher: ca. 250

Veranstalter: Kubana Live Klub (http://www.kubana.de/live-club/)

Link: https://www.facebook.com/events/521082048276525


1. Hands Are Tied
2. Guilty As Charged
3. Regicide
4. Hail To The King
5. Children Of The Sacred Path
6. Self-Blinded Eyes
7. Losing My Mind
8. No More Shadows

1. Devil In Disquise
2. Drown The Demon
3. Bloodline Forfeit
4. Burn Your Witches
5. The Power Process
6. Insano
7. Human Sacrifice
8. Faceless Spies
9. Bite The Bullet


1. Intro
2. Sign Of The Dragonhead +
3. Across The Sea +
4. Take The Devil In Me
5. My Destiny
6. Swords In Rock
7. Jomsborg +
8. Shadows In The Night +
9. Farewell Proud Men
10. Like A Mountain +
11. Hell To The Heavens
12. Riders On The Wind +
13. Fires In The North +
14. Edge Of Steel
15. Spirits Masquerade
16. Blazing Waters
10. Haraldskvaedi

Heute ist Beginn einer strammen Konzertwoche für mich. Zuerst Siegburg mit Symphonic / Viking Metal, dann Wiesbaden mit Psychedelic Blues Rock und zum Schluss Mainz mit Thrash Metal. Ziemlich metalische Woche.

Pünktlich im Kubana angekommen treffe ich im Parkhaus schon meinen Kumpel Udo, der letzte Woche noch auf der Full Metal Cruise war. Zusammen wollen wir in den Club gehen, treffen aber bereits im Parkhaus Marcela Bovio, die Sängerin von Mayan. Die ist total nett, macht Selfies mit uns und signiert uns die mitgebrachten Sachen. Wir verabschieden uns von ihr und freuen uns auf den Gig von Mayan nachher.

Im Kubana ist es recht gut gefüllt. Dort treffen wir, wie immer, weitere Bekannte. Das Kubana ist schließlich einer unserer Stammclubs. Almanac beginnen ihren Gig recht pünktlich. Die Band um den ehemaligen Rage Gitarristen Victor Smolski besticht durch einen tollen Symphonic Power Metal. Leider etwas dumpf am heutigen Abend abgemischt, geben die Musiker ihr Bestes. Toll das Zusammenspiel von Sängerin Jeannette Marchewka (Ex Lingua Mortis) und Sänger David Readman (Ex Pink Cream 69, Tank). Die Multikultitruppe zeigt eine gute Performance. Vorwiegend stehen Songs des neuen Albums Kingslayer (2017) auf der recht kurzen Setlist. Victor Smolski hat es nach seiner Trennung von Rage geschafft, mit der neuen Truppe mit Tsar (2016) und Kingslayer (2017) bereits zwei Alben zu produzieren.. Das Set beginnt mit Hands Are Tied und endet mit No More Shadows vom ersten Album Tsar. Almanac werden mit viel Beifall bedacht. Nach etwas über einer halben Stunde ist schon Schluss, denn die Bands Mayan und Leaves‘ Eyes warten schon. Ich habe anschließend noch die Gelegenheit mich mit Victor Smolski zu unterhalten. Er selbst ist auch nicht von der Abmischung begeistert und ärgert sich ein wenig. Geplant ist später im Jahr eine Headliner Tour, wo wir dann Almanac mit einem längeren Set erwarten dürfen.

      

Weiter geht es mit Mayan, oder auch MaYaN geschrieben. Die niederländische Symphonic Death Metal Band wollte ich schon immer sehen. Daher bin ich froh, sie heute zusammen auf einer Co-Headliner Tour mit Leaves‘ Eyes zu treffen. Ich weiß gar nicht, ob hier der Begriff Band überhaupt richtig ist, oder ob man lieber Musikerkollektiv sagen sollte. So gehören der Band momentan offiziell zehn Mitglieder an und zusätzlich noch weitere Gastmusiker. Bei Mayan handelt sich um ein Side Projekt von Epica Gitarrist Mark Jansen. Bei Mayan singt er. Bisher haben Mayan mit Quarterpast (2011) und Antagonise (2014) zwei Alben herausgebracht. Für den Herbst 2018 ist über eine Crowfunding Aktion ein weiteres Album geplant. Bei Livekonzerten von Mayan muss man sich dann auch schon mal überraschen lassen, wer dann von den Musikern wirklich dabei ist. So sind wir heute auch gespannt, denn laut Ankündigung auf der Kubana Homepage ist nicht ganz klar, wer dabei ist. Angekündigt werden aber auf jeden Fall drei Sänger. Drei Sänger sind es jetzt auch, die oben auf der Bühne sind. Insgesamt zähle ich an diesem Abend acht Bandmitglieder. Dabei sind auch Ariën van Weesenbeek (Epica) an den Drums, George Oosthoek (Delain) am Mikrofon und Marcela Bovio ebenfalls am Mikrofon. Marcela Bovio sind wir ja schon vorher in der Tiefgarage begegnet. Nicht dabei sind unter anderem Frontmann Marc Jansen und Sänger Henning Basse.
Die heutigen drei Sänger sind in ihrem Zusammenspiel absolut gigantisch. Herausragend hierbei vor allem George Oosthoek mit abgrundtiefen bösen Growls. Man, der haut echt rein! Dazu kommen noch die Cleanvocals von Adam Denlinger und die klassischen Vocals von Marcela Bovio. Ich weiß nicht, ob Adam Denlinger so etwas wie der Backup Sänger von Mayan ist, aber er ist auf jeden Fall richtig gut. Das muss man erst einmal koordinieren und hinbekommen. Durch die große Besetzung auf der Bühne gibt es einen total vollen Klang. „Symphonic Death Metal at its best“ muss ich sagen. Das Fehlen einiger Leute aus der offiziellen Besetzung macht sich überhaupt nicht bemerkbar. Und immer wieder George Oosthoek mit seinen abgrundtiefen, bösen und schwarzen Growls. Das geht durch Mark und Bein. Von der Aufmachung her mit Glatze und Stirnband wirkt er wie ein Ninja Turtle. Er ist derjenige mit der stärksten Performance auf der Bühne im Wechselspiel mit der zarten und grazilen Marcela Bovio. Die Band begeistert mit düsterer Atmosphäre, epischen tragenden Melodien und extrem schnellen und harten Parts. Die ideale Verschmelzung von Symphonic und Death Metal. Die komplette Show finde ich sehr beeindruckend. Dargeboten werden Songs der beiden bisher erschienenen Alben, aber auch zwei neue Songs vom kommenden Album. Die Show beginnt mit dem Song Devil In Disquise vom Album Antagonise, von dem auch der Kracher Burn Your Witches ist. Mit Bite The Bullet vom Album Quarterpast geben sie uns am Schluss die Kugel. Wow, die haben uns hier mit ihrer Show richtig niedergestreckt!

  

Keine Zeit zum Verschnaufen. Wir kommen schon zu Leaves’ Eyes. Leaves’ Eyes promoten heute Abend ihren neunen Longplayer Sign Of The Dragonhead. Das ist zwar das erste Album mit der neuen Sängerin Elina Siirala, aber nicht die erste Tour. So kann man die Besetzung mittlerweile auch schon nach dem langen Hickhack um Liv Kristine als eingespielt bezeichnen. Die Besetzung der anderen Musiker sowieso, denn diese agieren ohne Sängerin als das Death Metal Quartett Atrocity. Mastermind Alexander Krull zeigt sich für beide Bands verantwortlich. Leaves‘ Eyes bringen uns ein episches Symphonic Viking Metal Werk auf die Bühne. Im Vordergrund steht bei der Performance das Wechselspiel von klarem Gesang der Protagonistin Elina Siirala und die dahingeschmetterten Growls von Mastermind Alexander Krull. Leaves‘ Eyes überzeugen mit einer Komposition aus epischen Metal Hymnen, großartigen Chören, tollen Melodien und kraftvoller Klassikmusik. Zum neuen Longplayer Sign Of The Dragonhead habe ich, ebenso wie zur neuen EP von Atrocity, jeweils ein Review verfasst. Wer mag kann hier das Review zu Sign Of The Dragonhead nachlesen und hier das Review zur neuen EP von Atrocity.

Ich habe es ja schon im Review zu Sign Of The Dragonhead geschrieben: Elina Siirala braucht sich in keiner Weise hinter ihrer Vorgängerin Liv Kristine verstecken. Die Dame aus Finnland hat es absolut drauf, und sie ist mehr als nur Ersatz für die Vorgängerin aus Norwegen. Sie überzeugt am heutigen Abend nicht nur mich. Ihre Stimme ist stets präsent und kann perfekt mit der Instrumentenansammlung mithalten. Es stehen gleich sieben Songs des neuen Longplayers auf der Setlist. Der weibliche Gesangspart bleibt eher im Vordergrund. Aber hier und da kommen die Songs auch schon einmal sehr rau und wuchtig entschlossen daher. Das zeigen zum Beispiel die Songs Jomsborg und Fires In The North. Solche Songs leben natürlich gerade durch Alexander Krulls eingestreute Growls. Mit den Growls hält sich Alexander Krull insgesamt, wie auch auf dem Longplayer, eher zurück. Er setzt sie nur dort ein, wo sie nötig sind. Gerade so viel, um eine entsprechende Atmosphäre zu beschwören. Die erste Zugabe von Leaves‘ Eyes ist der Song Spirits Masquerade. Hier kann Elina Siirala nochmals ganz stark auftrumpfen. In diesem Song trägt sie eine schwarze Maske. Alexander Krull will dem noch einen draufsetzen und erscheint dann beim nächsten Song in einer Wikinger Rüstung mit Schild und Speer. Sehr martialisch dargeboten. Mit dem abschließenden Haraldskvaedi ist das heutige Set dann zu Ende.

   

Nach dem Set bleibt noch ein wenig Zeit sich mit den Musikern zu unterhalten und sich ein paar Sachen signieren zu lassen. Alexander Krull verrät mir, dass er letztes Wochenende endlich die Testpressungen zu Occult II von Atrocity erhalten hat. Ich sage ihm, dass ich mich auf eine Tour von Atrocity freue und hoffe, die Band in der Nähe zu sehen. Er sagt mir, dass eine Tour bestimmt kommen wird, es aber natürlich noch keine konkreten Planungen gibt.

Fazit: Äußerst gelungener Abend mit drei ausgezeichneten Bands aus den verschiedenen Subgenres des Symphonic Metals. Jede Band für sich könnte grundsätzlich als Headliner fungieren, daher echt tolles Package. Das Kubana in Siegburg stellt immer wieder den idealen Rahmen zu solchen Veranstaltungen.

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