Auri – Auri

“Unschuldiger Folk!“

Artist: Auri

Herkunft: Kitee, Finnland

Album: Auri

Spiellänge: 56:07 Minuten

Genre: Folk

Release: 23.03.18

Label: Nuclear Blast Records

Link: https://www.facebook.com/AURlband/?ref=br_rshttp:/

Produktion: Real World Studios

Bandmitglieder:

Gesang – Johanna Kurkela
Keyboard, Backing Vocals  – Tumoas Holopain (Nightwish)
Folkinstrumente – Troy Donockloy (Nightwish)

Tracklist:

  1. The Space Between
  2. I Hope Your World Is Kind
  3. Skeleton Tree
  4. Desert Flower
  5. Night 13
  6. See
  7. The Name Of The Wind
  8. Aphrodite Rising
  9. Savant
  10. Underthin Solstice
  11. Them Thar Chanterelles /feat (Liquor In The Well)

Ein grandioses Folk Album namens Auri der gleichnamigen Formationen um Nightwish-Fronter Tumoas Holopainen und Folkmeister Troy Donockloy schleicht sich still und leise via Nuclear Blast Records im noch kalten Februar um die Ecke. Stilbildend dabei sind neben den ätherischen Vocals der zerbrechlichen Frontfrau Johanna Kurkela auch die Multiinstrumentalkünste von Troy Donockloy, der sich scheinbar gut mit seinem Nightwish-Chef versteht und dessen Kompositionen das Album bestimmen. Dabei klingt das Album wie ein erwachender Frühling, bedächtig leise Töne surrealer Art und extrem tief im irischen und finnischen Folk verwurzelt hauchen diesem Album Leben ein. Wunderbar nachzuhören im Opener The Space Between oder dem grandiosen Desert Flower, in dem sich Johanna Kurkela und Tuomas Holopainen in einem fantastischen Duett scheinbar schwerelos umeinander drehen. Entstanden sind die Songs sowohl in Kitee, Finnland als auch in New Yorkshire, England und bilden dabei ziemlich genau das ab, was die Verbindung der Künstler ausmacht, laut Holopainen eine tiefe Freundschaft und Verständnis füreinander, menschlicher und künstlerischer Art. Möglicherweise ist es genau diese Kombination, die man bei der Geldmaschine Nightwish zwangsweise vermisst. Auri hingegen müssen kein Geld abwerfen und deshalb ist diese Künstlerspielwiese völlig frei in ihrem Schaffen und hat mit Metal im klassischen Sinne überhaupt nicht ein Fünkchen zu tun. Vielleicht ist dies auch die ehrlichere Musik, eine die von Herzen kommt und Inspiration zeigt, jedenfalls dürfte das Ding in den finnischen Charts einschlagen, garantiert.

Fazit: Ein tolles Album, ganz klar. Wer der ursprünglichen Idee hinter Nightwish nachtrauert, dem sei hier ein Ohr dringend empfohlen, denn dieses Folkalbum stellt das Beste dar, was Holopainen und Co. bisher geschaffen haben. Warum keine 10? Verdient wäre es allemal, aber dann gäbe es ja keinen Optimierungsbedarf, außerdem lässt das Album gegen Ende etwas von seiner Klarheit vermissen, zu sehr verliert man den roten Pfad aus den Augen, etwa beispielsweise im recht wirren Savant. Die Kurve bekommt man jedoch wieder mit Them Thar Chanterelles /feat (Liquor In The Well), das sehr an irische Musik erinnert.

Anspieltipps: Desert Flower
Dominik B. 9
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