Suffering Souls – Sadistic Goat Complex

„Ein hoffnungsloses Unterfangen“

Artist: Suffering Souls

Album: Sadistic Goat Complex

Spiellänge: 42:06 Minuten

Genre: Symphonic Black Metal

Release: 13.11.2009

Label: Schwarzdorn Production

Link: www.myspace.com/sufferingsouls666

Klingt wie: Dimmu Borgir

Band Mitglieder:

Gesang, Gitarre und Schlagzeug (Computer) – Lord Esgaroth

Tracklist:

  1. Enigmatic Aeon
  2. Cursed Gates of Heaven
  3. Resurrected Messiah
  4. Chaotic Prophecies
  5. The Art of Arrogance
  6. Elegance & Perversion
  7. Blessed In Blood
  8. Bloodstorm

Die Band Suffering Souls, ihreszeichens ein Ein-Mann-Projekt von Tobias Micko (aka Lord Esgaroth), existiert schon eine lange Zeit. Nach der Gründung unter anderem Namen im Jahr 1994, geht der Solo-Künstler seit 1996 auf Tour.
Nach einer EP, einer offiziellen Demo und einer MCD entstanden 2000 (Twilight ripping Souls apart) und 2003 (Incarned Perfection) die ersten beiden Alben. Nach dem Unterzeichnen eines Vertrages mit Schwarzdorn Production Anfang 2009 erschien nun das dritte Album der Bandgeschichte. Aber nun an die Arbeit.

Der Titel des Albums lässt mich auf etwas hoffen. Symphonic Black Metal ist zur Zeit wieder mehr im Kommen und das hier könnte einer der Auslöser sein. Das werde ich für euch untersuchen.

Ein kurzes Intro läutet das Album ein. Enigmatic Aeon ist dramatisch, im Stil der alten Dimmu Borgir gehalten. Passend dazu unterbricht ein kurzes Drummsolo die ruhigen Keyboards und lässt einen Vorgeschmack auf das Album zu. Cursed Gates of Heaven ist mit eben diesem Sound der Drumms gesegnet, der den ersten Song unterbrach. Das ermöglicht einen nahtlosen Übergang und schürt die Hoffnungen. Geigen werden im Hintergrund laut. Diese überschlagen sich mit Drumms, Gitarre und Gesang. Eine hoffnungslose Überforderung der Gehörnerven. Gegen Mitte des Tracks wird es dann allerdings etwas besser. Es peitschen nicht mehr gefühlte tausend Sounds auf mich ein, was die eigentliche Qualität des Projektes durch schimmern lässt. Leider bleibt dieser kurze Beitrag ein Einzelstück des Silberlings. Ich bin verwirrt als Ressurected Messiah erklingt. War da jetzt eine Unterbrechung? Die Songs klingen so identisch, dass ich unweigerlich Zweifel an meinem Verstand bekomme. Klar ist Black Metal manchmal etwas monoton, aber das ist, als würde ein Song über das ganze Album gehen. Einzig die Sirene im Track Blessed in Blood zeigt mir auf, dass da einzelne Titel ablaufen. Sofort nach der Sirene geht das Geprügel wieder los und ich verliere endgültig die Hoffnung auf einen guten Song.
Bloodstorm kann mich dann doch noch mal positiv überraschen und ich freue mich, als die letzten Töne des Albums erklingen.

Fazit: Ein vernichtendes Urteil fälle ich selten. Doch hier hab ich keine Wahl. Die Songs sind fast alle identisch und ich habe schon nach den ersten drei die Lust auf das Zuhören völlig verloren. Das ist mir selten passiert. Zwar sind die Songs durchgehend im Dimmu Borgir- Stil gespielt, aber das ist so schlecht gelungen, dass ich an der Band zweifeln muss. Ideenlos und eintönig ist das selbst für eine Black Metal- Band zu grotesk. Und das soll etwas heißen. Einen Auslöser für die wieder aufkeimende Symphonic Black Metal- Bewegung ist dieses Album jedenfalls nicht, höchstens ein Ansporn besser zu sein. Anspieltipps: Bloodstorm und Resurrected Messiah
Tim F.
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