Time For Metal: Die Top 5-Alben des Jahres 2020 unseres Teams – Heute: Katharina R.

Teil 6 von 18

Wie in den vorangegangenen Jahren haben wir auch in diesem Jahr im Time For Metal-Team gefragt, was denn für jeden die musikalischen Highlights waren. Dafür haben unsere Teammitglieder ihre ganz persönlichen Lieblingsalben rausgesucht.

Neben einem Hörbeispiel haben wir für die Top 5 auch jeweils den Link zu unserem Review aufgeführt, damit ihr noch einmal nachlesen könnt, warum das Album seinen Platz in den ganz persönlichen Top 5 des Jahres 2020 gefunden hat. Neben diesen Top 5 – die übrigens kein Ranking darstellen, sondern in zufälliger Reihenfolge genannt sind – gibt es auch immer wieder mal die eine oder andere persönliche Empfehlung unserer Teammitglieder, also viel Spaß bei der Lektüre!

Was soll man zu diesem Jahr noch groß sagen?! Es hätte grandios werden können: Konzerte, Festivals, Veranstaltungen. Gut, also Livestreams, Spotify und YouTube. Was da so die Playlisten jetzt zum Dezember ausspucken, überrascht mich dann doch selber. Erst dachte ich, dass dieses Jahr nur so „na ja“ war, und mir sind spontan nur wenige eingefallen, die hier hätten erwähnt werden sollen. Doch zu meinem Erstaunen – es war ein gutes musikalisches Jahr.

Bury Tomorrow – Cannibal

Mein am häufigsten (durch-)gehörtes Album ist dieses Jahr Cannibal. Zwar nicht ganz so gut wie Black Flame, aber eben doch nur knapp an den 10 Punkten vorbei. Und das auch nur, weil nichts Neues ausprobiert wurde und Cannibal sich wie eine Fortsetzung von Black Flame anhört. Absolut empfehlenswert für jeden Metalcore-Fan, denn mit viel Durchhörpotenzial gehen die Songs nacheinander ins Ohr und lassen sich super nebenbei zum Autofahren wegsuchten und mitgrölen. Ich hoffe, nächstes Jahr zu Imposter, Choke und Dark Infinite das Konzertgefühl wieder real erleben zu dürfen. Die Songs kann ich mir sehr gut dafür vorstellen.

Parkway Drive – Viva The Underdogs (Live At Wacken)

Die Erinnerung, eindeutig die Erinnerung – das Gefühl, live auf Wacken dabei und Teil dieses mitsingenden Publikums gewesen zu sein. Gänsehautfeeling für zu Hause! Parkway Drive schaffen es, dieses Gefühl auf Platte gepresst zu transportieren, und das hebt dieses Livealbum aus der oft nicht brauchbaren grauen Masse hervor. Für mich ist lediglich fraglich, warum man einen Rapper wie Casper ins Boot holen muss, um deutschsprachige Songs zu veröffentlichen. Diverse KI-Übersetzer hätten den Job mindestens genauso gut gemacht. Unterm Strich absolut verdient eines meiner Top-Alben 2020 mit Songs wie: Prey, Crushed, Bottom Feeder.

Metallica And The San Francisco Symphony – S&M2

Dieses Jahr kam der Nachfolger des Metallica Klassikers S&M raus. Nach über 20 Jahren knüpfen die Herren mit S&M2 samt Orchester gekonnt an die Vergangenheit an und beweisen, dass sie es noch immer können. Die Charterfolge ließen nicht auf sich warten und so ist S&M2 das neunte Nummer 1 Album von Metallica. Wer die Symbiose von ursprünglichem Metallica-Metal und Klassischer Musik mag, wird hier mit über 140 Minuten bedient. Meine Anspieltipps: The Memory Remains, Wherever I May Roam und One.

Trivium – What The Dead Men Say

Matt Heafy hat alles richtig gemacht. Irgendwie komme ich nicht an ihm vorbei. Überall ist Matt, in News, in Videos, auf Twitch, in Livestreams… die Liste ist lang. Und er ist gut in dem, was er tut. So landen dieses Jahr auch Trivium mit What The Dead Men Say in meiner Top 5 und das, obwohl ich gar nicht so der Fan bin. Irgendwie gehen die massentauglichen Songs aber doch und landen in der Playlist.

Heaven Shall Burn – Of Truth And Sacrifice

Anfang 2020 erschien die wirklich authentische Dokumentation über die Band Heaven Shall BurnMein Grünes Herz In Dunklen Zeiten. Dort zeigten die Herren sich sehr sympathisch, umweltbewusst und realitätsnah. Für mich ein guter Weg, einen Stein ins Brett zu bekommen. Wobei ich sagen muss, Heaven Shall Burn kann ich nur wohldosiert genießen – nicht immer und in jeder Stimmung. Dennoch absolut berechtigt in meiner Top 5. Als Anspieltipps gebe ich gerne Protector und My Heart And The Ocean, hier empfiehlt es sich, das Video dazu anzusehen (Achtung: heftig bewegender Inhalt).

Weitere Empfehlungen

Meine weiteren Entdeckungen des Jahres:

Emmure klingen, als hätte der Five Finger Death Punch Sänger eine Affäre mit Korn und Slipknot. Also eine satte, kräftige Musikmische für den gepflegten Ausraster zu Hause beim Staubsaugen.

Five Finger Death Punch haben dieses Jahr ebenfalls nachgelegt. Typisch ja, aber etwas zu platt.

Wer was im Bereich Melodic Death Metal sucht, dem kann ich I Am Your God empfehlen und wer auf Dark Ambient Metal steht, da ist Anderwelt hörenswert.

Überrascht haben mich dieses Jahr die Alternative Rocker von Woodship, die kürzlich ihre EP Blackout veröffentlicht haben. Gute Riffs und eingängige Melodien. Schön, wenn man mal nicht durchgehend an die Wand gebrüllt werden möchte 😉

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