Time For Metal Zeitreise – Gamma Ray – No World Order

Klassiker von damals neu gehört - die Geburtstagsausgabe mit René W. und Florian W.

In dieser Kolumne plaudern Redakteur Andreas B. und Chefredakteur René W. zweimal im Monat über einen Klassiker der Metal- und Hardrock-Geschichte. Der Fokus liegt dabei nicht auf Bands aus der zweiten Reihe oder auf vergessenen Underground-Perlen. In dieser Sonderausgabe gibt es ein Spezial zum Geburtstagklassiker von Gamma Ray mit René W. und nicht wie sonst Andreas B., sondern mit unserem Kollegen Florian W., der uns schon bei der Blind Guardian – Tales From The Twilight World (1990) Zeitreise als Gast unterstützt hat.

Die Time For Metal Zeitreise ist die Bühne für die einflussreichen und großen Bands unserer Szene. Hier wird über deren Alben gefachsimpelt, sich erinnert, diskutiert und manchmal auch gestritten. Von Fans für Fans.

Lehnt euch gemütlich zurück und erinnert euch mit uns an die alten Zeiten und die großen Momente, die uns alle so sehr geprägt haben.

Heute: Gamma RayNo World Order aus dem Jahr 2001.

René W.:
Heute starten wir zur Geburtstagsausgabe 20 Jahre No World Order von Gamma Ray in geänderter Konstellation. Flo habt ihr als Gastschreiber bei mir und Andy bereits kennenlernen dürfen und er hat mich gefragt, ob wir anstatt einer normalen Geburtstagskolumne eine Zeitreise machen wollen. Die Antwort könnt ihr euch ganz sicher denken. Andi musste aus zeitlichen Gründen leider passen und schreibt bereits an der nächsten geplanten Zeitreise, die in wenigen Tagen erscheinen wird.

An Gamma Ray kommt man nicht vorbei, wenn man die Zeit in der Jugend viel mit Heavy Metal verbracht hat Wenn Helloween oft hoch- und runterläuft, kommt man zwangsläufig auf das neue Material von Wirbelwind Kai Hansen. An den Tag, an dem mir erstmals das Material in die Ohren kam, kann ich mich im Leben nicht mehr erinnern. Ganz großes Interesse rief es jedenfalls nicht hervor. Mit Helloween im Herzen konnte Kai nicht auf Anhieb punkten. Tiefer in das Material einzutauchen brauchte hier tatsächlich ganz unproblematisch die andauernde Lebenszeit. Vor Gamma Ray kann man, wie schon erwähnt, eben nicht weglaufen. 😉 In meiner Oldenburg-Epoche wurde die Plattensammlung regelmäßig beim Scheibenkleister aufgestockt. Eine gebrauchte Heading For Tomorrow Vinyl kann man für drei Euro einfach nicht liegen lassen, oder Flo? Was war deine erste Scheibe der Band? Die Hits waren geläufig, seit dem Kauf lief die Platte einige Male unter der Nadel. Lust For Life, mein Höhepunkt Money oder der bockstarke Titeltrack Heading For Tomorrow bleiben pervers schnell hängen. Zwar kein Helloween, aber verdammt cool produziert – auch wenn es hier zwei sehr unterschiedliche Lager zur Qualität der Platte gibt. Nach dem Schnäppchen und dem Sprung ins erste Metalmagazin vor Time For Metal liefen immer wieder neue Scheiben wie To The Metal! oder Empire Of The Undead auf. Live kamen mir die Jungs bzw. Männer seitdem des Öfteren vor die Augen. Das letzte Mal dürfte tatsächlich das Heimspiel im Pumpwerk in Wilhelmshaven gewesen sein. Da neben Heading For Tomorrow meist nur Best-of und Live-Veröffentlichungen liefen, dürftest du deutlich sattelfester in No World Order sitzen als meine Person. Bevor wir zu den ersten Tracks kommen, Bühne frei für Flo.

Meister Hansen bei der Arbeit

Florian W.:
Zunächst mal danke ich dir für die Erfüllung meines Wunsches. Dieses Album hat einfach eine amtliche Zeitreise verdient. Auch wenn dieses Jahr die Kürbisse wieder in voller Pracht erblühen, ist jetzt Gamma-Time! So sehr ich Helloween auch liebe, haben Gamma Ray zwischen 2000 und 2015 einfach die besseren Songs und Alben geschrieben. Bevor ich mein Anekdoten-Feuerwerk zünde, beantworte ich dir erst mal deine Fragen. Bei der Heading For Tomorrow für drei Taler hast du ja mächtig Schwein gehabt – ein echter „no-brainer“. Meine erste Scheibe war tatsächlich die Best-of Blast From The Past. Das liegt ganz einfach daran, dass man mit den 20 Songs viel Gegenwert für sein Taschengeld bekommen hat. Der wichtigste Grund war aber Kai Hansen. Er hat die alten Scheepers-Songs in ein anderes Licht gerückt, und ich bin seit Helloweens Walls Of Jericho ein eingefleischter Hansen-Fan. Wie sagte Tobias Sammet in seiner gestrigen Rockshow auf Radio Bob! so schön: „Der Hansen-Popansen, der kann’s einfach.“ Da kann ich dem Avantasia– und Edguy-Mastermind nur zustimmen. Nichts gegen Ralf Scheepers und Frank Beck, aber Kai Hansen ist für mich Gamma Ray. Obwohl man die anderen Bandmitglieder der No World Order nicht vergessen sollte: Henjo Richter (Gitarre), Dirk Schlächter (Bass), Dan Zimmermann (Drums) und natürlich Meister Hansen sind für mich die Besetzung schlechthin.

Anfang der 2000er wurde mein Metalgeschmack nachhaltig geprägt: Blind Guardian, Rhapsody, Stratovarius, Edguy, Metalium und natürlich die Rays. Für diese Zeitreise steige ich nicht in den DeLorean, sondern in den alten Clio meines Kumpels. Als ich meine jetzige Frau damals kennenlernte, bestritten wir unsere Fahrten zu dritt (Grüße an meine Homies Alex und Christian) von Niedersachsen in den Harz, meistens mit seinem Auto. Ich hatte noch keinen Führerschein. Weil unsere CD-Sammlung noch nicht so groß war und in Ermangelung eines CD-Laufwerks in der alten Kiste, hörten wir hauptsächlich die „Kultkassette“. Die bestand eigentlich nur aus den Songs der No World Order und Void Of Fire von Metalium. An die anderen Songs kann ich mich nicht mehr erinnern. Die Kassette überbrückte sogar lange Staus mit ordentlich Gegröle im Auto. Diese nachhaltigen Erlebnisse sorgten auch dafür, dass ich drei Sachen nicht mehr vergesse: Wahre Freundschaft, die Songtexte von No World Order und wie viel Spaß Staus machen können, wenn man nicht alleine ist. 😀 Zu den einzelnen Songs kann ich dir wahlweise auch jedes Riff vorträllern. Wie sieht es bei dir aus, lieber René, können dich die 20 Jahre alten Stücke noch beeindrucken?

René W.:
Klar beeindrucken mich auch alte Songs, da bin ich sehr breit gefächert und ich liebe Stücke von ZZ Top, Led Zeppelin oder Deep Purple – auch wenn deine Frage wohl eher auf die Songs von No Word Order bezogen war. Das Intro ist schön kurz, macht Lust auf mehr und kommt gleich stimmungsvoll auf den Punkt. Was mich persönlich richtig nervt, sind belanglose Einleitungen, die dann auch noch nicht mal zur Scheibe passen. Das passiert mit Induction nicht und Dethrone Tyranny knüpft wunderbar daran an. Die Gitarren passen wunderbar ins Konzept. Kai und Henjo Richter an den Gitarren lassen nichts aus und bringen dazu ordentlich Power in die Session. Gesanglich knistert es zwar, für meinen Geschmack ist Kai jedoch nicht ganz auf dem Niveau der ganz großen Helloween-Hits. Dennoch markant haben die Stücke gerade durch ihn eine ganz besondere Klasse. The Heart Of The Unicorn ist wohl die Inspirationsquelle von den Grailknights oder Gloryhammer. Wie stehst du zu den spaßbringenden Formationen aus dem Genre oder gehst du zum Partymachen in den Keller?

Bevor der Staffelstab weitergegeben wird, rappelt Heaven Or Hell aus den Boxen, für mich einer der Höhepunkte und mit Potenzial für die Top drei des Silberlings. Der Refrain ist locker und erinnert an die Anfänge von Heading For Tomorrow. Die Vocals werden zwar stärker gebündelt, kommen aber in die Region von Money oder Free Time. Heaven Or Hell bleibt eine Hymne, die live einfach immer geht. Ein klassischer Power Speed Metal Track mit Ohrwurmcharakter und coolen Hooks. Der Titelsong hat diesen flockigen Beat am Anfang, bis die Gitarren einsetzen. Headbang-Attitüde ohne Ende haben die Passagen um den Refrain von New World Order. Sehr gelungen und ein Kickass-Hit.
Nun haben wir bereits über ein Drittel besprochen und daher ein kleines Fazit für den Start. Schwache Momente haben Gamma Ray beim siebten Langeisen keine, jedenfalls nicht bis New World Order, oder wie ist deine Meinung dazu?

Florian W.:
Im Gegensatz zur Tales From The Twilight World (zur Blind Guardian-Zeitreise), bei der ich noch das Haar in der Suppe gefunden hatte, sind wir uns bei den ersten Songs der No World Order definitiv einig. Wie ich diese „Drums of doom“ zu Beginn des Intros Induction liebe und dazu diese genial intonierten Zeilen, die meine Nackenhärchen jedes Mal tanzen lassen:

Illuminati
You’ve come to take control
You can take my heartbeat
But you can’t break my soul
We all shall be free

Dethrone Tyranny knüpft nahtlos an die Highspeed-Alben Somewhere Out In Space und Power Plant an und markiert gleich mal einen meiner Top drei Songs des Albums. Das besondere sind für mich die gezupften Gitarren zu Beginn, die einen schönen Kontrast zu den dicken Riffs bilden. Dann der Pre-Chorus mit der zum Headbangen untermalten Zeile „Save your breath and run“ und zu guter Letzt der hymnische Refrain, der als Prototyp der Hamburger Stahlschmiede durchgeht. Du magst recht haben, dass Kai nicht mehr an die ganzen Spitzen Schreie à la Walls Of Jericho rankommt, aber nichtsdestotrotz hat er für mich nie besser geklungen als auf der No World Order. Das beweist er auf der Painkiller-Nummer The Heart Of The Unicorn. Wie so viele Songs Anfang der 2000er löste die CD-Beilage des Rock Hard Magazins den Kaufwunsch aus, denn darauf war der Einhorn-Song vertreten. Bands wie Gloryhammer machen mir auf jeden Fall Spaß, auch wenn der Song eher in Richtung Priest geht. Die Anleihen an die „Metal Gods“ kommen beim genauen Hinhören im Verlauf der Platte häufiger vor. Nur Typen in flauschigen Einhorn-Kostümen auf Festivals gehen mir dezent auf den Sack. Da spucke ich im Namen von Herrn Hansen gleich die giftigen Lyrics hinterher: „Beyond the cataclysm, a dream of Unicorns. The purest heart in heaven, stabbed by poisoned thorns.“

Nach dem Gebretter zu Beginn, geht es ab der fluffigen Partynummer Heaven Or Hell deutlich gediegener zu. Irgendwie rockiger und eingängiger, was der Band aber auch gut zu Gesicht steht. Der Refrain ist einfach zu merken und erinnert an den Klassiker Heaven Can Wait vom Debüt der Hamburger. Entscheidest du dich für Himmel oder Hölle? Vermutlich hat man als Blut-trinkender, Rituale-zelebrierender Metaller eh keine Wahl. 😀 Zeit für eine neue Weltordnung. Wie ich gerade an deiner unkorrigierten Fassung sehe, bist du auch auf den beinahe Titeltrack reingefallen (New statt No World Order), das ging mir vor 20 Jahren auch schon so. Das Stück hat einfach ein geiles Rock ’n‘ Roll-Feeling und schlägt dann in seiner Stimmung im Refrain fast komplett um. Die zahlreichen Soli sind wie die doppelte Portion Sahne auf diesem leckeren Stück Kuchen. Anwärterschaft auf die Top drei ist hiermit erteilt. Wie mir ein kleiner Kobold flüsterte, ist das nächste Lied auf unserem Plan ebenfalls nach deinem Geschmack?! Doch bevor wir auf unserem Seziertisch weiterarbeiten: Wie gefällt dir eigentlich das futuristische Coverartwork?

René W.:
Oh, eine gute und sehr spannende Frage. Für mich ganz klar ein Thrash Metal Artwork der späten Achtziger mit der Tendenz aus Nordamerika zu stammen. Rein optisch nicht wirklich Gamma Ray-like, ich mag solche Designs schon, auch wenn sie, wie soll man das sagen, oft etwas billig wirken. No World Order kann man da noch als Sahnestück bezeichnen. Es gibt schon echt schlechte Grafiken in diese Richtung. Ja, der Kobold hat aufgepasst, mein Höhepunkt und Top-Song lautet Damn The Machine. Schön griffig, leicht thrashig und mit einem mitreißenden Mittelpart bringt er alles mit, was ein schneller Heavy Metal Song auf dem Kasten haben sollte. Der Chorus ist, wie sagt man in Neudeutsch, Geil! 😀 Gediegen dann wieder auf Angriff, da halten die Jungs die Heavy Metal Flagge ganz weit in die Luft. Zum Ende kommen noch Einflüsse von U.D.O. bzw. Accept raus, ohne die eigene Handschrift zu verwischen.

Solid dürfte Freedom Call mit beeinflusst haben. Ist mir bislang noch gar nicht so direkt aufgefallen. Die Jungs um Chris Bay mag ich persönlich sehr gerne und Chris ist ein absolut entspannter Zeitgenosse. Eingängig, ein Partysong mit einfachem Refrain, den jeder mitsingen kann – eine Nummer, die auch in 50 Jahren noch funktionieren wird. Fire Below geht da wieder in eine ganz andere Richtung und schmeißt den Judas Priest-Motor an. Wenn der Altmeister Alice Cooper in den Jungbrunnen springen würde, dürften Tracks wie dieser dabei herauskommen. Wie stehst du zu School´s Out und Co.? Wäre das auch ein Thema für eine Zeitreise für dich oder bist du als jüngerer Metalhead nicht zurück in die Tiefen des Rocks gesprungen?

Florian W.:
Ein jüngerer Metalhead, der trotzdem noch zweieinhalb Lenze mehr zählt als du. Bevor ich zum Metaller wurde, bin ich durch meinen Vater mit Zeppelin, Purple, Pink Floyd und Co. aufgewachsen. Also lass uns bald den DeLorean auf die 70er programmieren – ich bin an Bord. Etwas trashig (ohne h) ist das Cover schon, aber ich stehe ebenfalls auf solchen Kitsch. Es ist außerdem tausendmal geiler als das 91er Sigh No More-Cover. Gut, dass die Band für die jeweiligen Jubiläumsauflagen neue Artworks präsentiert hat.

Weiter geht’s mit den Songs von unserem Geburtstagskind: Damn The Machine ist tatsächlich ein ordentliches Brett in bester Headbang-Geschwindigkeit. Es scheitert nur ganz knapp an meinem Treppchen. Der Refrain ist echt auf den Punkt, da fliegen die Fäuste und Haare auf den Livekonzerten. Bei dem Stichwort musste ich gerade mal mein erstes Gamma Ray-Konzert raussuchen: 2007 im Bremer Aladin, zusammen mit Helloween auf der legendären Hellish Rock Tour. Du sollst damals auch zugegen gewesen sein, nur kannten wir uns noch nicht. Leider habe ich die Rays bisher „nur“ auf den beiden Teilen dieser Tour erleben dürfen. Mein Talent hat es geschafft, sie zweimal auf dem Rockharz zu verpassen. Mit Solid und Fire Below geht es wieder in Richtung British Steel. Vergleich mal Priests Rapid Fire mit Solid, da wurde den Meistern schon unüberhörbar gehuldigt und Freedom Call tragen diese Flamme weiter. Wie schon häufiger angesprochen, ist No World Order das Album der großen Hooks. Diese Musik braucht einfach mächtige Refrains, die in Livesituationen sofort zünden. Beide Songs liefern genau das ab. In Fire Below möchte ich noch die angepissten Riffs und als Kontrast die singenden Soli hervorheben – das macht Laune.

Follow Me klingt durch die dezenten Keyboard-Einsätze etwas moderner. Beim Groove und den hymnischen Passagen kann ich einfach nicht still sitzen. Damals wurden Gamma Ray gerne als Helloweens unscheinbarer Ableger abgetan. Leute, hört euch mal Alben wie No World Order, Land Of The Free oder Power Plant an. Das ist Metal der feinsten Sorte. Auf den Schwingen des Eagle schwebe ich wieder aufs Treppchen. Dieses eingezählte Riff ist so mächtig und schreit nach Luftgitarren-Action. Der etwas zurückhaltende Refrain steht wieder für perfekte Abwechslung. Als mein eingangs erwähnter Kumpel und damaliger Gitarrist unserer Band dieses Riff spielen konnte, hatten wir nichts Besseres zu tun, als den Amp samt Lautsprechern in Richtung der Nachbarn aus dem Fenster auszurichten. Wir waren aber auch kleine Spitzbuben. 😀 Zum Abschluss des Songs gibt es noch eine schöne Reminiszenz an alte Keeper-Zeiten. Falls es dir nicht aufgefallen ist, leg mal die zweite Keeper auf und achte auf das Intro Invitation. Viel Spaß übrigens mit diesem spektakulären Musikvideo. Wenn die Qualität schrott ist, liegt das nicht an deinem Smartphone oder Monitor. 😀

Bevor ich das Zepter ein letztes Mal an dich weiterreiche, begleitet mich Lake Of Tears zum Schluss meiner Reise in die Vergangenheit. Eigentlich eine schöne Ballade, die sich immer weiter steigert und tolle Saitenakrobatik aufs Griffbrett zaubert. Dennoch bin ich kein Fan von ruhigen Stücken zum Abschluss eines Albums. Das ist eher was für Zeitreise-Kollege Balladen-Andi. 😛 Hart oder zart, wie hast du es gerne?

René W.:
Gamma Ray 2007 im Bremer Aladin, zusammen mit Helloween auf der legendären Hellish Rock Tour, da klingelt es natürlich sofort und hatte bereits bei der Helloween-Zeitreise über den Abend gesprochen. Wie bei dir ist die Show hängen geblieben und begleitet mich, bis ich irgendwann ins Gras beiße. Das Sigh No More Cover ist wirklich sehr grenzwertig schlecht. 😀 Um direkt auf hart oder zart zu reagieren. Wo liegt genau die Grenze, was ist eben hart und was nun mal zart? Werden wir heute definitiv nicht klären können und das Gleiche gilt für mich 😀 Kommen wir auf den letzten Schwung Gamma Ray Kompositionen von No World Order. 

Follow Me verkörpert nicht nur moderne Linien, sondern auch epische, die man später bei z. B. Avantasia wieder findet. Damals modern, mit schicken Keyboard-Beats ging Kai einen Schritt weiter und trotzdem springt Follow Me auch ins Helloween Schema. Eagle hat ähnlich Ansätze und greift den Weg des Vorgängers geschickt auf. Beides keine Killer, aber anspruchsvolle Heavy Metal Hammer, die man mal kreisen lassen kann. Lake Of Tears lässt den Silberling auslaufen. Die verschiedenen Melodien zaubern einen Abschied auf die Disc, der harmonischer nicht umgesetzt werden konnte. Balladen und epische Tracks können auch einen harten Metalhead zum Schmelzen bringen. Ganz passt der Ausklang jedoch nicht zum Rest der 52 Spielminuten.

Abschließend ein paar Infos zur Zeitreise. Wir hoffen, euch hat der Sprung mit Flo ins Jahr 2001 gefallen. Ab sofort gibt es alle drei Monate einen Teil mit Flo, in dem wir Rock und Heavy Metal Scheiben ansprechen, diese kommen dann am 15. des Monats heraus. Die reguläre Zeitreise mit Andi und René wird erst einmal auf eine pro Monat reduziert, und am letzten Tag des Monats veröffentlicht.

Euch gefällt unsere Time For Metal Zeitreise? Dann schaut euch auch gerne die anderen Folgen an:

Time For Metal Zeitreise – Iron Maiden – Killers (1981)

Time For Metal Zeitreise – Metallica – Metallica (1991)

Time For Metal Zeitreise – Helloween – Keeper Of The Seven Keys Part I (1987)

Time For Metal Zeitreise – Helloween – Keeper Of The Seven Keys Part II (1988)

Time For Metal Zeitreise – Grave Digger – Tunes Of War (1996)

Time For Metal Zeitreise – Sodom – Agent Orange (1989)

Time For Metal Zeitreise – Manowar – Kings Of Metal (1988)

Time For Metal Zeitreise – Blind Guardian – Tales From The Twilight World (1990)

Time For Metal Zeitreise – Slayer – Reign In Blood (1986)

Time For Metal Zeitreise – Dimmu Borgir – Enthrone Darkness Triumphant (1997)

Time For Metal Zeitreise – Warlock – Triumph And Agony (1987)

Time For Metal Zeitreise – Scorpions– Crazy World (1990)

Time For Metal Zeitreise – Sepultura – Arise (1991)

Time For Metal Zeitreise – Tiamat – Wildhoney (1994)

Podcast
Leise War Gestern... - Der Time For Metal Podcast
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