Time For Metal: Top 5 Alben 2018 der TFM-Redaktion

Zum Abschluss des Jahres 2018 stellen die Redakteure von Time For Metal für euch ihre persönlichen Highlights 2018 zusammen. Vielleicht entdeckt der ein oder andere ja ein Album, das er verpasst hat. Diskutiert auch gerne in den Kommentaren mit uns, welche Alben wir vergessen haben oder bei welcher Platte ihr mit uns einer Meinung seid.

1. Vojd – The Outer Ocean
Anspieltipps: Delusions In The Sky, Secular Wire, To The Light
Gleich zu Beginn des Jahres liefern die neu formierten Schweden von VOJD mit The Outer Ocean ein Album, das schon früh die Messlatte für 2018 sehr hoch gelegt hat.
2017 aus Black Trip entstanden, ist The Outer Ocean die erste Full-Length von VOJD. Nachdem Ende 2017 bereits die EP Behind The Frame zu überzeugen wusste, bietet die Platte Blues-lastigen und emotionalen Hard Rock mit seiner ganz eigenen Art von Heaviness. Die Formationswechsel haben VOJD im Vergleich zu Black Trip noch ein deutliches Stück nach vorne gebracht.
2. Khemmis – Desolation
Anspieltipps: Isolation, From Ruin
Auch, wenn Desolation nicht ganz an den Vorgänger Hunted, der 2016 in fast allen Jahrescharts zu finden war, anknüpfen kann, haben die Jungs aus Denver mal wieder ein grandioses Album geschaffen – Epic Doom at it’s best. Seit der Debüt-Platte Absolution (2015) haben Khemmis nur überzeugendes Material geliefert, was sie nicht nur Genre-intern, sondern auch im gesamten Metal-Bereich zu einem der aufstrebendsten Acts macht.
3. Yob – Our Raw Heart
Anspieltipps: Ablaze, Our Raw Heart
Yob treiben mittlerweile seit 1996 ihr Unwesen und haben seit 2000 – trotz zweijähriger Pause – ganze neun Alben rausgebracht. So richtig den Durchbruch schafft die Band allerdings erst 2018 mit Our Raw Heart. Ende 2017 erleidet Frontmann und Sänger Mark Scheidt eine schwerwiegende Darmerkrankung, die fast zu seinem Tod führt. Diese Erfahrung liefert die Inspiration für Our Raw Heart und sorgt dafür, dass der atmosphärische Doom Metal der Band intensiver, stimmungs- und gefühlvoller daherkommt, als auf den bisherigen Veröffentlichungen. Neben den ganz großen Releases des Jahres sicherlich eines der Alben mit der höchsten Publicity, das auch mit jeder Menge Qualität überzeugen kann.
4. Windhand – Eternal Return
Anspieltipps: Grey Garden, Red Cloud
Ende Oktober erscheint mit Eternal Return ein weiteres Album, das durchweg gute Kritiken erhält und viele Fans aus unterschiedlichsten Stilrichtungen begeistern kann. Windhand spielen Doom Metal mit einer großen Portion Stoner. Das schlägt sich nicht nur textlich, sondern auch musikalisch nieder. Durch die Vocals von Frontfrau Dorthia Cottrell gelingt es der Band, einen einzigartigen Stil zu kreieren, der sich deutlich von vielen anderen Stoner & Doom-Bands unterscheidet. Das Album überzeugt vor allem durch Atmosphäre und ein genreuntypisch hohes Maß an Eingängigkeit.
5. Cancer Bats – The Spark That Moves
Anspieltipps: Winterpeg, Bed Of Nails, Headwound
Völlig überraschend und ohne Ankündigung erscheint im April 2018 das sechste Studioalbum der Kanadier Cancer Bats. Die Band, die nie viel auf Genre-Konventionen gegeben hat und sich irgendwo zwischen Punk, Hardcore und Stoner einordnen lässt, greift dieses Mal eine etwas positivere Grundstimmung auf, als auf den letzten Alben. Das macht The Spark That Moves vor allem live – aber auch auf Platte – zu einem absolut gelungenen Album.

 

1. VOLA – Applause Of A Distand Crowd
Lange hat es gedauert, bis VOLA den Nachfolger zu Inmazes, das als Re-Release gar ein zweites Mal erschien, veröffentlichten. Und auch, wenn es hier deutlich entspannter zur Sache geht, steht Applause Of A Distand Crowd dem Vorgänger in nichts nach. Die Art, wie die Kopenhagener catchy Progrock-Songs mit ihrem ganz eigenen Sound schreiben, ist ihr Alleinstellungsmerkmal und ihre spezielle Qualität. Nicht die wildesten Gitarrenriffs, sondern die harmonische rhythmische Einheit aus Keyboards, Drums, Gitarre, Bass und Gesang zeichnen VOLAs komplexe und dennoch griffige Kompositionen aus. So simpel z.B. die Single Ghosts klingen mag, so lange hält sie dennoch vor. Asgers warme und beruhigende Stimme ist einzigartig und schwebt majestätisch über allem. Gänsehaut für mich.
2. Time, The Valuator – How Fleeting How Fragile
Die Newcomer aus Essen haben dieses Jahr ein Album vorgelegt, das aufgrund seines Abwechslungsreichtums so manchem internationalen Act das Blut in den Adern vor Ehrfurcht gefrieren lässt – oder lassen sollte. Die Mischung aus clever kombinierten progressiven Fragmenten, Crossover-Anleihen und atmosphärischen Post-HC Parts verleiht der Band, die ihr Handwerk in jedem Moment klar versteht und in jeder Hinsicht ein extrem hohes Maß an Talent beweist, einen ganz eigenen Charakter. Dass sie (neben Nico Schiesewitz von Breathe Atlantis) auch Mattéo Gelsomino von Novelists für ein Feature überzeugen konnten, spricht für sich. Leider hat Sänger Phil die Band vor einigen Wochen verlassen und wird seither würdig von Rafael vertreten. Zurecht haben sie den Deal mit Long Branch Records unterzeichnen dürfen. Nach ihrem großartigen Auftritt beim Euroblast 2018 hoffe ich, die Band 2019 auf hiesigen Bühnen wiederzusehen.
3. Cold Night For Alligators – Fervor
Und noch mal Kopenhagen. Diese Stadt bringt seit Jahren einfach das Interessanteste hervor, was moderner Progressive Rock und Metal in unseren Breiten zu bieten haben. Mit dem 2016er Course Of Events legten die Mannen um Ausnahmesänger Johan die Messlatte schon hoch an. Vertrackte Rhythmen, djentige Gitarrensounds, treibende Parts, unverzerrte fusionhafte Spielereien, teils synthwaveverwandte Keyboardsounds, erhabene Hymnen, hier wird kombiniert, was Spaß macht – den Musikern und dem Hörer. Canaille z.B. beginnt lockerleicht wie ein jazzy Sommerhit und entpuppt sich als progressive Metalcore-Nummer mit Hitcharakter. Und genau dieses Überraschungspotenzial ist die Essenz der Band und hebt sie vom überproduzierten Brei ähnlicher Acts ab. Cold Night For Alligators sind komplex, aber nicht kompliziert. Für den einen oder anderen vielleicht schwer nachzuvollziehen, aber dieses Album garantiert mir immer wieder ein dickes Grinsen im Gesicht.
4. Capstan – In The Wake Of Our Discord
Hierzulande ungerechtfertigt noch ziemlich unbekannt, haben mich Capstan mit ihrer aktuellen EP vollkommen überzeugt. Der Vorgänger Cultural Divide (auch eine EP) war schon kaum an Spielfreude und Variation zu übertreffen. Wo findet man sonst so druckvollen Pop-Punk (sie nennen es Progressive Post-HC), der an allen Ecken und Enden durch eine unfassbar facettenreiche Gesangsstimme, spannende progressive Gitarrenlinien und Soli, vertrackte Rhythmen, jazzy Einschübe und harmonischer Epik auf ganzer Länge so überzeugen kann? Man stelle sich eine Mischung aus Settle Your Scores, A Day To Remember und Protest The Hero vor und hat ansatzweise ein Muster dessen, was die Band aus Florida da zaubert. 2019 hoffentlich endlich auch auf europäischen Bühnen.
5. Møl – Jord
Und wieder die Dänen, dieses Mal aber aus Aarhus. Møl faszinieren mich mit einer erfrischenden Version des an Popularität zunehmenden Blackgaze/Shoegaze, der die grundlegende Basis des satten Sounds der Band ist. Jord ist eine Wand, ein Bollwerk. Treibende Blastbeats, eine Stimme, die sich – wie sonst oft der Fall im Genre – nicht nur alleine auf helles Gekeife versteift und Variationen nutzt, Postrock-Klänge, wie man sie z.B. von den japanischen Mono kennt, überraschende metalcorelastige Drum-Grooves, große Melodietapeten wie bei AlcestBruma ist dahin gehend so ein Beispiel für den vermuteten Anspruch der Band nicht zu kopieren, sondern eigene Wege zu zementieren. Und das gelingt ihnen extrem gut, was dem Album eine extreme Halbwertzeit verleiht und zu jeder Jahreszeit und bei jedem Gemütszustand Spaß macht.

 

1. Amorphis – Queen Of Time
Die finnischen Melodic Death Metaler von Amorphis haben mit Queen Of Time ihr bisher bestes Album rausgebracht. So zumindest meine Ansicht. Seit dem 2006er Eclipse kenne ich die Herren und habe sie seitdem auch nicht mehr aus den Augen gelassen. Die Balance zwischen Growls und sanften Klängen, gepaart mit einer enormen Experimentierfreudigkeit mit exotischen Klängen, wie z.B. orientalischer Musik, ist auf Queen Of Time verdammt gut gelungen. Dazu ein kleines Ständchen mit Anneke van Giersbergen und schon läuft‘s! Souverän mein meist gehörtes Album 2018 und selbst nach zig Durchläufen im Auto, zu Hause oder unterwegs, will ich nicht einen Song überspringen.
2. Amon Amarth  – The Pursuit Of Vikings: 25 Years In The Eye Of The Storm (Live Album)
Die Schweden sind eine meiner ersten großen Leidenschaften im Metal-Bereich. Die musikalische Entwicklung der Viking Metaler habe ich somit seit über zehn Jahren verfolgt. Johan Hegg singt und growlt Texte über Wikinger, Blut, Krieg und Asen und wird begleitet von melodischen Riffs und donnerndem Geknüppel am Schlagzeug. Ach, und Doro kommt auch zu Besuch. Zweimal hatte ich das Vergnügen, die Pioniere des Viking Metal live zu sehen. Zwei Livekonzerte vom Summer Breeze 2017 wurden auf dem Album verpackt. Da stecken viele Erinnerungen und viele Erlebnisse in dieser Livecompilation. Es ist am Ende nichts anderes als ein Live Best-Of, aber ich habe dieser Doppel CD mehr gelauscht, als vielen anderen Alben dieses Jahr und dabei viel Spaß gehabt!
3. Architects – Holy Hell
Ich muss gestehen, dass ich meine Leidenschaft für den Metalcore etwas zu lange habe liegen lassen. Das hat sich dieses Jahr rapide geändert. Die Briten von Architects haben mir mit Shouts, Beatdowns und progressiven Klängen dermaßen die Augen geöffnet. Bisher waren Architects nur in der Peripherie meines Metal-Geschmacks zu finden, doch mit Holy Hell haben sich die Jungs aus Brighton ins Zentrum meines Musikradars begeben. Von quasi-Wiegenlied bis hin zur Abrissbirne ist auf diesem Album alles dabei und nach jedem Durchhören der Scheibe hinterlassen mich die Metalcorer mit einer Leere, weil ich mehr Genialität hören will!
4. Caliban – Elements
Meine schon beschriebene Leidenschaft für Metalcore wurde spätestens mit der neuen Scheibe der heimischen Gruppe Caliban entfacht. Elements ist ein gelungener Nachfolger vom 2016er-Kracher Gravity, wo es weniger melodisches Duett à la The Ocean’s Heart und mehr auf die Fresse und BLEGH gibt. Dazu kommt noch mehr Zusammenarbeit mit anderen Musikern, mit Gastauftritten von Thy Art Is Murder, Eskimo Callboy, Korn und Nasty. Allgemein entwickeln sich Caliban mit jedem Album stets weiter, bleiben aber solide auf dem Boden des Metalcore. Die Essener bleiben sich treu, zeigen aber immer neue Seiten von sich und machen einfach nur Laune zuzuhören!
5. Erra – Neon
Meine Neuentdeckung des Jahres ist die Band Erra. Mein Time For Metal-Kollege Sebastian hatte mir ein wenig auf die Sprünge geholfen, als ich im September nach neuem Metalcore-Material gefragt habe und er schlug mir die Amerikaner von Erra vor, die zufällig im August ihr neues Album Neon auf den Markt geschmissen hatten. Ähnlich progressiv in ihrer Musik wie Architects, aber eine Mischung in den Vokalen wie Any Given Day. Genau mein Ding!

 

1. Riot V – Armor Of Light
Dieses Album hat mich gleich gepackt. Es lief dann lange Zeit im Auto und hat mich lange begeistert. Die zwölf Songs sind reinster Power Metal von der feinsten Sorte und mit dem Sänger Michael Todd Hall haben Riot V nach dem Tod von Mark Reale eine super gut passende Stimme gefunden. So machen sie zurecht unter dem Namen Riot V weiter und haben mit dem letzten Album einen Meilenstein setzen können. Dieses Jahr haben sie dann bewiesen, dass sie nicht nur Thundersteele können, sondern auch die neuen Stücke ein Live-Garant sind. So durfte ich sie einige Male live erleben und das war jedes Mal ein Top-Auftritt.
2. Mono Inc. – Welcome To Hell
Die aus Hamburg stammenden Monos haben hier ein Album aufgelegt, das vor guten Melodien und einem klasse Songwriting nur so strotzt. Da hat der Martin Engler wieder bewiesen, dass er gute, eingängige Songs schreiben kann. Das Thema passt super zu Hamburg und die Umsetzung des Themas kann überzeugen. Die zwei unterschiedlichen Versionen, einmal rockig und einmal akustisch, fast symphonisch, packen einen schnell und so steht das Album noch immer in meiner Playlist.
3. Uriah Heep – Living The Dream
Da kommen die Dinos zum Zuge. Mit ihrem aktuellen Album können sie an alte Zeiten anknüpfen. Hard Rock vom Feinsten mit einem tollen Songwriting, super gespielter Hammond Orgel und einem – noch immer – klasse Gitarristen machen das Album lobenswert. Da wird auf moderne Strömungen verzichtet und der klassische Hard Rock gelebt. Das letzte verbliebene Gründungsmitglied Mick Box setzt auf dieses altbewährte Konzept und mit Album Nummer 26 haben sie ein Zeichen für konstanten und einprägsamen Rock gesetzt. Deshalb und der Nostalgie wegen stehen Uriah Heep weit oben.
4. Lord Of The Lost – Thornstar
Die Dark Rocker aus Hamburg liefern mit Thornstar ein mehr als nur solides Stück Musik ab. Hier vereinen sich spannende Geschichten mit tollen Harmonien und brachialen Riffs zu einem homogenen Ganzen. Dazu ein fast schon charismatischer Sänger mit seiner unverwechselbaren Stimme. Durch die Umsetzung dieses Themas könnte das Album schon fast als Konzeptalbum durchgehen. Dabei werden neben Krachern wie On This Rock I Will Built My Church auch andere Töne angeschlagen.
5. Voodoo Circle – Raised On Rock
Aus deutschen Landen habe ich dann noch Voodoo Circle. Die haben mich mit ihrem Werk Raised On Rock bereits im Februar stark beeindruckt. Der neue Sänger Herbie Langhans hat das schwere Erben von David Readman übernommen und meistert das ausgesprochen gut. So bietet dieses Album den Classic Rock Liebhabern eine Breitseite à la Whitesnake. Das alles ohne abgekupfert, sondern eigenständig zu wirken. Alex Beyroth schafft nah an seinen Vorbildern ein tolles Album mit klasse Songs.

 

1. Beginning – 1.1 (EP)
Mittlerweile gibt es ja verschiedene Ausprägungen des Metalcore, Beginning stehen für die pure Variante, also immer voll auf das Fressbrett. An Härte, an Tempo und speziell an intelligentem Songwriting haben Beginning nicht mehr viel zu lernen und können es auch in ihrem Rahmen mit einigen etablierten Bands problemlos aufnehmen.
2. Caratucay – Deranged Serenades
Im Progressive bzw. Technical Death Metal kann man sich natürlich sehr schön austoben, manche Bands übertreiben es dabei aber auch und ergehen sich in übermäßig in die Länge gezogene technische Spielereien. Caratucay gehören nicht dazu und sind tatsächlich in allen Belangen schon erstaunlich reif im Songwriting und in der Performance.
3. Will Of Ligeia – Dissipation EP
Einige der etablierten Bands im Deathcore sind für meine Ohren ein wenig „altersmilde“ geworden, aber keine Bange, für Nachwuchs ist gesorgt. Was Will Of Ligeia hier an geilem Deathcore raushauen, und zwar vom Songwriting bis hin zur hervorragenden Produktion des Albums, legt die Messlatte, auch für andere Underground-Bands, schon sehr hoch. Zum Ende von 2018 für mich eines DER Deathcore-Highlights des Jahres!
4. Ayahuasca – Beneath The Mind
Wie oft ich Ayahuasca schon live erleben durfte, bevor dieser grandiose Mix aus Death Metal, Thrash Metal, Progressive Metal und sehr viel Experimentierfreude nun auch endlich meine heimischen vier Wände beschallt, wird in dem Moment, als der erste Ton erklingt, irrelevant. Das Kopfkino entführt in den tiefsten Amazonas-Regenwald, das „Stammesritual“ ist energiegeladen, schweißtreibend, intensiv und nicht eine Sekunde langweilig.
5. Harakiri For The Sky – Arson
Tatsächlich hat es mit Harakiri For The Sky auch eine dem Underground schon ein wenig entwachsene Band in meine Top 5 geschafft. Die gelungene Mischung aus Black Metal und Post Metal ist ein Schmelztiegel von Melancholie und verzweifeltem Aufbäumen, von endlosen Wanderungen und Einkehr, vom Blick nach innen und nach außen, und führt zu wunderbaren und hochmelodiösen Songs von fast schon einzigartiger Intensität.

 

1. Mustasch – Silent Killer
Bislang nur einmal live erlebt, muss ich mich wohl schämen, bis auf Silent Killer noch nie ein Studioalbum der Schweden in die Anlage gelegt zu haben. Dieses sträfliche Verhalten wird abgelegt und sollte das alte Material nur halb so stark wie das neue sein, welches im April auf euch zurollt, dann hat sich dieser Schritt in die Zukunft bereits gelohnt. Mit dem Groove vom Thrash Metal treibt Sänger Ralf Gyllenhammar verschiedenste Gesangsfarben voran. Die Brücke zu den Genres bleibt beachtlich, denn das Quartett kennt keine Mauern. Aus dem Hard Rock Modus geht es nicht selten in flinke Melodien, die man z.B. im Power oder Heavy Metal findet. Gesanglich bleibt Ralf ein krasser Typ, der nicht nur optisch seine Ecken und Kanten hat. Schwache Momente gibt es keine – ein Brett jagt das andere und macht dieses Epos zu einem der spannendsten Werke des Kalenderjahres 2018. Hut ab, was Mustasch da aufgefahren haben. Frisch und unverkrampft sollte Silent Killer zum Chartstürmer mutieren.
2. The Vintage Caravan – Gateways
Nachhaltigkeit kann man The Vintage Caravan schon einmal zusprechen – wie beim letzten Langeisen geht auch Gateways sofort unter die Haut. Die Intensität enorm hoch, wirbeln die drei Banausen noch jeden alteingesessenen Hard Rocker aus dem Ledersessel. Ein absoluter Knaller mit dem Namen Gateways steht vor der Tür. Für mich eins der, wenn nicht das stärkste Album des Genres in diesem Jahr. The Vintage Caravan klettern in unglaubliche Atmosphären und werden noch weiter aufsteigen. Das Resultat kann nur eine bombastische Headlinertour sein, bei der die ganz Großen langsam weiche Knie bekommen sollten. Denn Gateways darf als Kampfansage sondergleichen verstanden werden. Hier kommt eine Band, die bereit ist, jeden an die Wand zu spielen und wer die schon mal live gesehen hat, weiß, wovon ich spreche.
3. Chrome Division – One Last Ride
Das heißeste Rock ’n‘ Roll Donnerwetter kommt dieses Jahr von Chrome Division! Einschalten, aufdrehen und abfeiern. Ich habe viele schöne Momente mit der Band erlebt. Mein erstes Konzert nach der Geburt meines Sohnes war Chrome Division im schönen, gemütlichen Helvete in Oberhausen. In der heimischen Anlage ein gern gesehener Gast, ist man bei seinen Lieblingen dann doch bei jedem neuen Album skeptisch, ob der hohe Anspruch erfüllt wird. Bei One Last Ride wurde ich nicht enttäuscht, eher überrascht! Da fällt einem der Abschied noch schwerer, aber ganz Schluss ist erst im nächsten Jahr. Daher hört rein und huldigt die Jungs auf der letzten Tour, wenn der Dirty Doomsday-Rock And Roll Motor noch mal Gift und Galle spuckt.
4. Ghost – Prequelle
Ich durfte Ghost in letzter Zeit des Öfteren live erleben und war hellauf begeistert. Meliora von vor gut drei Jahren war der Wahnsinn, wo man dachte “Da kommen die Schweden doch nie im Leben wieder heran”. Falsch gedacht! Prequelle steht genau da, wo man nach so einem spitzen Vorgänger stehen muss. Auf Lauerstellung mit genug starken Kompositionen, um selber überzeugen zu können. Wer noch nie mit Ghost in Berührung gekommen ist, sollte es ändern. Es gibt kaum eine Band, die Heavy Metal, Hard Rock und Dark Rock in ein solch weiches, aber bestimmendes Doom Metal Korsett schnüren kann. Ghost zementieren somit ihren angestiegenen Status in der Szene und gehören in ihrem Genre zu den ganz Großen – und das nach so kurzer Zeit. Immerhin haben sie vor Prequelle nur drei weitere Silberlinge gepresst, da muss man schon den Hut ziehen, wie schnell der Aufstieg geglückt ist. An Hits wie Dance Macabre kommt man dieses Jahr gar nicht vorbei.
5. Korpiklaani – Kulkija
Korpiklaani sprengen den frühen Herbst mit einem wunderbar tiefen Album mit dem Titel Kulkija. Live eine Macht und auf Konserve nicht zu verachten – so darf man die Gruppe im Allgemeinen bezeichnen. Mit den neuen 14 Songs treffen sie den wunden Punkt im Genick, der den müden Kopf schnell im Takt mitbewegt. Vor dem Lauschen der Klänge kam kurz der Gedanke, dass die Nordmänner irgendwann doch gar nicht mehr nachlegen können. Der Gedanke wurde direkt aus dem Schädel gespielt und das nicht auf harte Art und Weise, sondern liebevoll und mit viel Liebe zum Detail. Kulkija kann man allen Anhängern nur brühwarm ans Herz legen, wenn man auf plattere Party Hits verzichten kann.

 

1. Farmer Boys – Born Again
Die Schwaben schaffen es, völlig klischeefreien Metal weitab der sonst so gängigen „Traditionen“ im Metal abzubilden, was schon immer ein absolutes Alleinstellungsmerkmal der Band war. Kein Wunder also, dass sich Arising Empire, der kleine Ableger von Nuclear Blast, die Band unter den Nagel gerissen hat, denn vielleicht ist es den Farmer Boys endlich mal vergönnt, konstant größere Brotlaibe als in der Vergangenheit zu backen, weg vom genialen Opener oder Festivalgeheimtipp, hin zu den längst verdienten Lorbeeren.
2. Amorphis – Queen Of Time
Amorphis haben zu alter Stärke gefunden, gerade weil sie endlich wieder mehr wagen, als noch vor einigen Jahren. Groß waren die Augen angesichts der Veränderung bei Tuonela vor zig Jahren, noch größer bei Am Universum und skeptische Blicke beim Sängerwechsel von Koskinen zu Joutsen. Hoffentlich behalten sich die Finnen diese Fähigkeit zur steten Erneuerung bei, denn das macht die einmalige Klasse der Band aus. Gutes Album.
3. Dimmu Borgir – Eonian
Ich finde, dass sich der Aufwand von acht Jahren gelohnt hat. Dass Dimmu Borgir ein steter Begleiter seit meiner Jugend sind, als ich mit pickligen 15 Jahren Enthrone Darkness Triumphant entdeckt habe, macht die CD um so schöner. Ich gönne der Band den Erfolg von Herzen und wünsche mir, dass wir weiterhin grandiose Düsterkunst von einer verlässlichen Größe erhalten.
4. Auri – Auri
Ein tolles Album, ganz klar. Wer der ursprünglichen Idee hinter Nightwish nachtrauert, dem sei hier ein Ohr dringend empfohlen, denn dieses Folkalbum stellt das Beste dar, was Holopainen und Co. bisher geschaffen haben. Stilbildend sind dabei, neben den ätherischen Vocals der zerbrechlichen Frontfrau Johanna Kurkela, auch die Multiinstrumentalkünste von Troy Donockloy, der sich scheinbar gut mit seinem Nightwish-Chef versteht und dessen Kompositionen das Album bestimmen. Dabei klingt das Album wie ein erwachender Frühling, bedächtig leise Töne surrealer Art und extrem tief im irischen und finnischen Folk verwurzelt, hauchen diesem Album Leben ein.
5. Night in Gales – The Last Sunsets
Auf die Band ist nach wie vor Verlass und man präsentiert der Metalmeute eine Melodic Death Abreibung Marke Göteborg, die sich gewaschen hat. Nebenbei steckt man die Langeweile von Dark Tranquility und In Flames locker in den Buxensack und überholt den trögen Schiss dieser namhaften Kombos der letzten Jahre, wie eine Ducati auf der Autobahn am altersschwachen BMW vorbeidonnert. Das Album sprüht zu allem Überfluss noch vor kreativen Momenten und kann mich im Gesamten sehr begeistern, endlich wieder Melodic Death!

 

1. Hamferð – Támsins Likam
Die Doomer Hamferð von den Faröer Inseln / Dänemark waren in diesem Jahr die Ersten, die mich so richtig geflasht haben. Hamferð spielen einen, so würde ich es mal ausdrücken, eigenen Doom. Zwar dem nordischen Doom angepasst, aber eine große Eigenständigkeit bleibt festzuhalten. Hamferð bringen uns mit Támsins Likam einen einzigartigen, nordischen Doom mit einem Schuss Death Metal, der aus meiner Sicht ein Alleinstellungsmerkmal hat.
2. Messa – Feast For Water
Mit Messa hat es noch eine Doom Metal Band in meine Top 5 geschafft! Das Album Feast For Water der italienischen Band Messa ist für mich die Geburt des scharlachroten Dooms / Scarlet Doom Metal. Auch Messa haben ein Alleinstellungsmerkmal. Messa spielen auf ihrem Album Feast For Water Doom Metal mit einem dunklen Jazz-Twist. Zu hören gibt es tolle female Voices, die ebenso in den Siebzigern angesiedelt sein könnten, wie die zu hörenden Fuzz-Gitarren und das Rhodes Piano. Sie schaffen es damit, einen doch recht eigenen Sound zu kreieren.
3. Atrocity – Okkult II
Alexander Krull und seine Mannen haben mit Okkult II ihre Mission voll erfüllt! Okkult II ist der lang ersehnte Nachfolger von Okkult I. Elf saustarke Songs sind auf dem Album der deutschen Death Metal Legende, die da weitermachen, wo das Vorgängeralbum Okkult I aufgehört hat. Die Rückbesinnung auf ihre unglaubliche Härte tut der Band Atrocity außerordentlich gut. Trotzdem bleiben die Songs sehr eingängig und wirken nie sperrig. Die Vorfreude auf das Album war nach der vorangegangen EP Master Of Darkness riesengroß. Es ist brutal, bombastisch, düster und eingängig zugleich!
4. Rivers Of Nihil – Where Owls Know My Name
Keine andere Death Metal Band ist so vielseitig und virtuos wie Rivers Of Nihil. Das dritte Studioalbum von Rivers Of Nihil mit dem Titel Where Owls Know My Name steckt voller Überraschungen und begeistert nicht nur Death Metal Fans. Mit dem neuen Album haben Rivers Of Nihil ein einzigartiges Werk mit Seltenheitswert geschaffen. Auf geschickte Art und Weise wurden Musikrichtungen eingebracht, die dem Death Metal eigentlich fremd sind. Der Hörer macht eine Reise in den Jazz, in die elektronische Musik, den Folk und den Alternative-Bereich. Alle Stilelemente werden so eingefügt, dass sie nicht störend wirken, sondern ein perfektes Gesamtwerk bilden. Mal brachial und dann wieder sanft. Sogar Fans des Progressive Rock sollten hier auf ihre Kosten kommen.
5. Behemoth – I Loved You At Your Darkest
Die Rezension zu diesem Album habe ich leider nicht selbst erstellt. Hier ist mir mein geschätzter Kollege Rene B. zuvor gekommen. Auf I Loved You At Your Darkest gibt es, wie mein Kollege Rene B. schon sagt, genau zwölf Meisterwerke in eindrucksvollen Songs verpackt. Dem ist eigentlich von meiner Seite nichts hinzuzufügen. Polnischer Death / Black Metal auf der höchsten Stufe!

 

1. Parkway Drive – Revenance
Nach erstmaliger Skepsis gegenüber dem neuen, eher poppigen Stil der Band, haben sich vom Album Revenance vor allem Prey und Wishing Wells in meine Playlist gespielt. Gerade die Atmosphäre auf Revenance sorgt bei mir bis heute dafür, dass ich im Stau am liebsten die Fenster runtermachen würde und laut mitsingen wollen würde. Wenn die anstehende Tour 2019 nur ein wenig so genial wird, wie das Konzept vom 2018er-Release, dann freue ich mich schon auf Schweiß, Blut und jede Menge gute Musik.
2. Bury Tomorrow – Black Flame
Danke, weil ich jetzt hier für die Zusammenfassung das Album Black Flame noch mal eingeschaltet habe – es lief gerade heute Mittag noch – habe ich nun wieder ein Ohrwurm. „Here I Stand Alone, With Hate…“ – Black Flame ist für mich mit Abstand das stärkste Release aus dem Hause Bury Tomorrow. Nach bereits starken Alben wie Runes, The Union Of Crowns und Earthbound haben die Herren aus Southhampton nun das Grüne hinter den Ohren wirklich hinter sich gelassen und sich auf ein Level mit meinen Favoriten aus Australien (Parkway Drive) begeben. Da freue ich mich, dass ich die Jungs bald vor Mikrofon und vor die Linse bekomme – wenn sie Ende 2018 in Deutschland auf Tournee sind.
3. Bullet For My Valentine – Gravity
Mit Over It, Leap Of Faith und Piece Of Me habe ich die Helden meiner Jugend wiederentdeckt. Sicher ist der Stil heute nicht mehr so gefragt (bei mir), wie noch vor 13 Jahren beim Album The Poison, doch wenn man damals etwas mit Bullet For My Valentine anfangen konnte, dann ist das auch heute wieder greifbar. Harte Riffs, sehr eingängige Melodien und eine gesunde Mischung aus klarem Gesang und netten Shouts zeigen bei Gravity, dass die Herren aus Wales ihr Handwerk noch immer drauf haben.
4. Five Finger Death Punch – And Justice For None
Auch, wenn sich Five Finger Death Punch mit And Justice For None nicht „gesundstoßen“ konnten, war der Erfolg der Platte mehr als notwendig, wenn man die negativen Schlagzeilen bezüglich der Kontroversen um Sänger Ivan Moody und die Konzertabbrüche der letzten Jahre überschatten wollte. Auch, wenn für mich das 2018er-Release niemals an Alben wie The Wrong Side Of Heaven And The Righteous Side Of Hell, Volume 1 und American Capitalist rankommen mag, muss sich And Justice For None auf keinen Fall verstecken.
5. All That Remains – Victim Of The New Disease
Ach, wie merkt man doch, dass man alt wird – höre die Platte und denke mir zeitgleich, wie geil die alten Tracks doch gewesen sind und wie schwer es für All That Remains zu sein scheint, an alte Härte anzuknüpfen. Wenn Sänger Philip Labonte selbst sagt, dass es sich hier um den „härtesten Release seit For We Are Many (2010)“ handelt, dann kann ich dem nur zustimmen. Fuck Love ist jedoch das Härteste, was 2018 noch von der Band auf die Platte kommt, der Rest ist leider softer, bis viel softer – dabei können sie es doch noch. Naja, also wenn man mal das Jammern aus dem Artikel rausnimmt und die drei bis vier Füllertracks rausnimmt, bekommt man ein solides Album mit wenigen, jedoch sehr schön spitzen Kanten. Wer die Releases zwischen A War You Cannot Win (2012) und Madness (2017) gefeiert hat, wird hier auch zugreifen können. Jeder, der sich wie ich auf ein Overcome 2.0 gefreut hat, der wird mit zwei oder drei Songs bedient, jedoch nicht wirklich befriedigt – schade eigentlich. So bleibt die Platte im oberen Mittelfeld und leider nicht ganz oben auf der Skala für 2018.

 

1. At The Gates – To Drink From The Night Itself
Am 18. Mai dieses Jahres kam das inzwischen sechste Studioalbum der schwedischen Melodic Death Metal-Kombo At The Gates auf den Markt. Nach dem instrumentalen Intro Der Widerstand startet das Album mit dem starken Titeltrack To Drink From The Night Itself und zeigt direkt, dass die Truppe auch ohne ihren Co-Founder und ehemaligen Gitarristen Anders Björler auskommt und weiterhin energiegeladene, zum Teil leicht düstere Tracks liefert. Besonders Palace Of Lepers, Daggers of Black Haze und The Chasm haben es mir angetan.
2. Kataklysm – Meditations
Kataklysm gehören seit einem Vierteljahrhundert zu den Urgesteinen des Death Metal und brachten mit Meditations am 01.06.2018 ihr inzwischen dreizehntes Album auf den Markt. Eine kleine Schwachstelle wird direkt zu Beginn klar: Das Werk mit den zehn Tracks hat lediglich eine Spielzeit von knapp 39 Minuten. Das bedeutet: Kaum angekommen und abgegangen, da ist der Spaß auch schon wieder vorbei. Echt schade, aber dafür sind Kataklysm schön schnell, aggressiv und brennen sich förmlich ins Hirn ein. The Last Breath I’ll Take Is YoursNarcissistIn Limbic Resonance und Achilles Heel sind den Kanadiern auf jeden Fall mehr als gelungen.
3. Parkway Drive – Revenance
Was habe ich auf dieses Album gewartet: Meine Lieblings-Australier von Parkway Drive haben am Star Wars-Tag (May the 4th) ihr sechstes Album via Epitaph auf den Markt geworfen. Ich muss gestehen, dass die ersten paar Male des Reinhörens in mir eine eher gespaltene Meinung hinterlassen haben. Irgendwie war Reverence ruhiger und wirkte um einiges reifer als noch der Vorgänger Ire. Auf einmal sind die Surferboys melodischer, ruhiger und wagen sich an klaren Gesang, Sprechgesang und sogar an Streicher. Auch, wenn eine erste Skepsis vorhanden war, ist diese inzwischen vollständig in Begeisterung umgeschlagen und ich feiere Songs wie Wishing Wells, Absolute Power, I Hope You Rot, Shadow Boxing und In Blood einfach so sehr, dass es schon fast kaum zum Aushalten ist. 2019 und das lang ersehnte Konzert in Köln im Februar zu Reverence können kommen!
4. Bury Tomorrow – Black Flame
Es folgt Metalcore aus Großbritannien. Lang, lang ist es her, dass ich die Truppe damals über Time For Metal kennengelernt habe und seitdem bin ich von Album zu Album in heller Vorfreude und begeistert. So auch bei dem neuesten Werk Black Flame, das zwei Tage vor meinem Geburtstag – also am 13.07. – über Music For Nations erschienen ist. Und auch auf diesem Werk bleiben Bury Tomorrow ein Garant für gute und eingängige Songs. Black Flame geht ins Ohr und ich freue mich über Songs, die in Härte (Knife Of Gold) oder Groove (More Than Mortal) hervorstechen, aber auch die eher typischeren Bury Tomorrow-Stücke wie No Less Violent, Stormbringer und Peacekeeper sowie Black Flame laufen inzwischen auf Dauerschleife in meiner Playlist.
5. Amorphis – Queen Of Time
Und wieder ein dreizehntes Album – diesmal von den finnischen Amorphis, die, wie At The Gates, am 18. Mai ihr Werk Queen Of Time veröffentlichten. Und hier wird dann auch wieder klar, dass auch eine so erfahrene Band in der Lage ist, sich ab und an ein wenig neu zu erfinden und Abwechslung reinzubringen. Mit einer Spielzeit von gut 57 Minuten bei „nur“ zehn Tracks kann man schon erahnen, dass hier viel Genuss auf den Hörer wartet. Tracks wie The Bee, Daughter of Hate, Wrong Direction oder We Accursed setzen sich schon von Anfang an im Kopf fest und bleiben dort auch.

 

1. Behemoth – I Loved You At Your Darkest
An der neuen Scheibe von Behemoth kommt man dieses Jahr kaum vorbei. Der nächste große Schritt von Nergal und Co. auf dem Weg zur Weltherrschaft. Böser geht es dieses Jahr nicht. Ein Meisterwerk und damit mein Album des Jahres 2018.
2. Abstract Void – Back To Reality
Ein Album, das aus dem Nichts einfach da war und sofort mein Herz erobert hat. Eine noch nie in dieser Form gehörte Mischung aus 80er Jahre Synthie Sounds à la Fancy und Black Metal zündet sofort und lässt mich nicht mehr los, daher verdient auf Platz zwei.
3. Elderwind – The Colder The Night
Für mich dieses Jahr der Inbegriff von Atmospheric Black Metal. Ein Album, das vor Schönheit und wunderbaren Melodien nur so strotzt. Auch das bezaubernde Coverartwork sorgt bei mir für Begeisterung. Elderwind haben sich damit einen Platz in meiner Jahres Top-Fünf zurecht verdient.
4. Rivers Of Nihil – Where Owls Know My Name
Als Death Metal Fan mit einem Blick für Experimente jenseits des Tellerrands ist es 2018 einfach unmöglich Rivers Of Nihil zu ignorieren. Ein Brett vor dem Herrn und mit Saxophon Parts sogar noch richtig innovativ. Für mich das beste Death Metal Werk in diesem Jahr.
5. Firtan – Okeanos
Ein wahnsinnig intensives Post Black Metal Album aus deutschen Landen. Eine Hammerproduktion und sympathische Jungs machen Firtan zu einem der interessantesten Newcomer der letzten Jahre. Orkeanos ist da noch nicht das Ende.

 

1. Architects – Holy Hell
Anspieltipps: Mortal After All, Holy Hell, The Seventh Circle
Ein Album, was mich aufgrund seiner unglaublich aggressiven und zugleich gefühlvollen Art wirklich überrascht hat, ist Holy Hell von Architects. Völlig neutral betrachtet (und nicht auf den tragischen Tod von Tom Searle bezogen) ist das Album für mich eine absolute Weiterentwicklung der Briten – ob gesanglich, lyrisch oder musikalisch verfügt Holy Hell über eine Mischung aus Melodie und Aggressivität und ist zeitgleich von Anfang bis Ende emotional und mitreißend. Ich freue mich schon auf die kommende Tour zusammen mit Polaris.
2. Fit For A King – Dark Skies
Anspieltipps: The Price Of Agony, Backbreaker, Youth/Division
Dark Skies entpuppte sich bereits nach dem ersten Durchgang als absolutes Brett – fette Riffs, klasse produziert und einfach hundertprozentig auf den Punkt gebracht. Die Band verfügte schon auf dem Vorgänger Deathgrip über einen enorm hohen Wiedererkennungswert, der gerade im Bereich Metalcore extrem wichtig ist, doch mit Dark Skies haben sie sich noch einmal gesteigert und den Genregrößen den Kampf angesagt. Songs wie Backbreaker, Youth/Division und The Price Of Agony gehören einfach in jede Playlist 2018.
3. Dan + Shay – Dan + Shay
Anspieltipps: Tequila, Make Or Break, Island Time
Mit dem absoluten Country Duo Dan + Shay, kommt nun auch meine Vorliebe für modernen Country zum Vorschein. Wer es zwischendurch auch mal gefühlvoll mag, ist hier goldrichtig. Das perfekte Album, um die Frauenwelt im Flug zu erobern, textlich wie gesanglich. Dan + Shay sollten bei keinem romantischen Date fehlen (natürlich nur in Form ihrer Musik ;)).
4. Breaking Benjamin – Ember
Anspieltipps: The Dark Of You, Blood, Close Your Eyes
Wer Breaking Benjamin liebt, wird auch um Ember nicht herumgekommen sein. Bekannt für ihre fetten Riffs, machen BB auch auf Ember nichts großartig anderes, als bei ihrem Meisterwerk Dark Before Dawn, jedoch schaffen sie es immer wieder aufs Neue, Alben zu veröffentlichen, auf denen nicht auch nur ein schlechter Song drauf zu finden ist. Absolutes Hammeralbum von einer meiner Lieblings Bands.
5. Tremonti – A Dying Machine
Anspieltipps: Take You With Me, Trust, The Day When Legions Burned
Mark Tremonti von Alter Bridge und ehemals Creed, ist einfach ein absolutes Vorbild, wenn es ums Gitarre spielen geht. So hat er mir auch auf A Dying Machine mal wieder gezeigt, was ich alles nicht kann und das Ganze somit noch etwas interessanter gemacht (wenn auch etwas deprimierend). Tremonti ist für mich einfach ein Ausnahmekünstler, der es auch neben Alter Bridge immer wieder schafft, absolute Banger wie Throw Them To The Lions oder The Day When Legions Burned perfekt zusammen mit wundervollen Balladen à la Take You With Me oder As The Silence Becomes Me auf ein Album zu packen, ohne dass es zu viel in die eine oder andere Richtung geht.

 

1. Amorphis – Queen Of Time
Meine ganz klare Nummer 1 dieses Jahr ist das Queen Of Time-Album der finnischen Melodic Deather von Amorphis. Dieses Album hat wirklich alles, was man braucht. Tolle Growls, genialer Gesang, absolut überwältigende Riffs und das Wichtigste: Abwechslung. Dieser Silberling überzeugt mich mit einer Leichtigkeit und bleibt direkt in meinem Ohr und dazu tragen Songs wie The Golden ElkWrong Direction oder Brother And Sister, einer der beiden Bonustracks, ganz klar bei. Das Album läuft bei mir seit der Veröffentlichung rauf und runter und ist somit meine Nummer 1.
2. Uada – Cult Of A Dying Sun
Es ist die Black Metal Band der Stunde: Uada hauen mit ihrem zweiten Silberling, in meinen Augen, eine neue Dimension am Black Metal Himmel heraus. Wie aus dem Nichts kamen sie und überzeugten. Auf Cult Of A Dying Sun hat sich das Quartett noch einmal weiterentwickelt und arbeitet seinen Stil weiter aus. Tracks wie Snakes & Vultures oder Sphere (Imprisonment) beweisen ganz klar die absolute Stärke dieser Scheibe.
3. Axel Rudi Pell – Knights Call
Der Bochumer Jung darf bei mir nicht fehlen. Aber direkt dazu gesagt: entweder man mag ihn, oder man mag ihn nicht. Naja, ich liebe diesen Musiker und seine Band und habe mich schon sehr auf Knights Call gefreut und enttäuscht wurde ich nicht. Abwechslung gibt es auf der Scheibe mehr als genug, Songs, die direkt im Kopf bleiben und vor allem der letzte Titel Tower Of Babylon, der mehr mit Orientalischen Elementen untermalt wird, ist eines der vielen Highlights auf dem Album.
4. Bloodbath – The Arrow Of Satan is Drawn
Erst bei The Arrow Of Satan Is Drawn ist mir aufgefallen, dass diese Schwedentod Combi einen neuen Sänger am Start hat und Hut ab! Nick Holmes bringt alleine durch seinen Gesang frischen Wind in die Band, was sich auch in ihrem Stil etwas widerspiegelt. Black Metal Riffs finden sich nun im Sound wieder und die Abwechslung leidet auch nicht. Groove, Kompromissloses und eine gewisse Prise Old School machen aus der neuen Bloodbath Scheibe einen richtigen Leckerbissen.
5. Burden Of Grief – Eye Of The Storm
Für mich sind Burden Of Grief die Überraschung des Jahres. So bekannt sie im Underground Bereich sind, um so weniger habe ich bisher von ihnen gehört, bis mir Eye Of The Storm auf dem Schreibtisch gelandet ist und mich ziemlich schnell in seinen Bann zog. Starker Melodic Death Metal mit klarem Wiedererkennungswert. Neben meinem persönlichen Highlight der Scheibe, The Angel, kommt man vor allem auch nicht an Songs wie Wolfs Moon oder dem Opener Eye Of The Storm vorbei.

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